Özd­emir will Straf­frei­heit für „Con­tai­nern” von Lebensmitteln

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­ter Cem Özd­emir (Grü­ne) spricht sich dafür aus, dass das soge­nann­te „Con­tai­nern” in Deutsch­land straf­frei wird. „Wer noch ver­zehr­fä­hi­ge Lebens­mit­tel aus Abfall­be­häl­tern ret­ten will, soll­te dafür nicht belangt wer­den”, sag­te Özd­emir der „Rhei­ni­schen Post”. Er glau­be, „wir alle wün­schen uns, dass sich unse­re Poli­zei und Gerich­te statt­des­sen um Ver­bre­che­rin­nen und Ver­bre­cher kümmern”. 

Nach wie vor lan­de­ten „viel zu vie­le Lebens­mit­tel im Müll, ins­ge­samt rund elf Mil­lio­nen Ton­nen und mehr als die Hälf­te lei­der in pri­va­ten Haus­hal­ten”, so Özd­emir. „Es gibt des­halb nicht die eine Lösung, um das Pro­blem der Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung mit einem Schlag zu lösen. Wir müs­sen des­halb prag­ma­tisch schau­en, wo wir anset­zen kön­nen.” Das Mit­neh­men von Lebens­mit­teln aus Müll­con­tai­nern von Super­märk­ten kann in Deutsch­land als Dieb­stahl bestraft wer­den. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te dies im Jahr 2020 bestä­tigt, aber gleich­zei­tig eine poli­ti­sche Ent­schei­dung angemahnt.

Foto: Cem Özd­emir, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.