Poli­zei mel­det über 70 ver­letz­te Beam­te bei Lützerath-Einsatz

Lüt­zer­ath (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Im Zusam­men­hang mit dem Ein­satz zur Räu­mung der Ort­schaft Lüt­zer­ath sind nach Poli­zei­an­ga­ben seit Mitt­woch mehr als 70 Beam­te ver­letzt wor­den. Die meis­ten sei­en aber wei­ter­hin dienst­fä­hig, teil­te die Poli­zei am Sonn­tag mit. Vor allem bei Pro­test­ak­tio­nen der Koh­le-Geg­ner am Sams­tag war es zu hef­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen gekommen. 

Die Behör­den räum­ten aber ein, dass nicht alle Ver­let­zun­gen von Poli­zis­ten auf Angrif­fe durch Demons­tran­ten zurück­zu­füh­ren sei­en. Eini­ge sei­en zum Bei­spiel auch bei wid­ri­gen Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen umge­knickt. Die Pro­test­ler mach­ten der Poli­zei unter­des­sen schwe­re Vor­wür­fe. Das Akti­ons­bünd­nis „Lüt­zer­ath bleibt” sprach von meh­re­ren schwer­ver­letz­ten Demons­tran­ten. Den Behör­den war­fen die Akti­vis­ten mas­si­ve „Poli­zei­ge­walt” vor. Es gebe unter den Ver­letz­ten zahl­rei­che Kno­chen­brü­che ver­schie­dens­ter Kör­per­tei­le sowie meh­re­re Ver­let­zun­gen durch Pfef­fer­spray. Die Poli­zei selbst mach­te zur Zahl der ver­letz­ten Pro­test­ler kei­ne Anga­ben. Am Sams­tag hat­ten nach unter­schied­li­chen Anga­ben zwi­schen 15.000 und 35.000 Men­schen zunächst fried­lich gegen die Räu­mung pro­tes­tiert. Ein Groß­teil der Demons­tran­ten war aber spä­ter von der offi­zi­el­len Rou­te abge­wi­chen und hat­te sich in der Nähe der abge­sperr­ten Ort­schaft Lüt­zer­ath Schar­müt­zel mit der Poli­zei gelie­fert. Erst am Abend beru­hig­te sich die Lage. Die Räu­mung selbst hat­te bereits am Mitt­woch begon­nen. Mitt­ler­wei­le sol­len sich nur noch weni­ge Akti­vis­ten in Lüt­zer­ath aufhalten.

Foto: Demo bei Lüt­zer­ath am 14.01.2023, über dts Nachrichtenagentur

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