Repu­bli­ka­ner las­sen McCar­thy auch im vier­ten Wahl­gang scheitern

Washing­ton (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Repu­bli­ka­ner Kevin McCar­thy ist auch im vier­ten Wahl­gang um den Vor­sitz im US-Reprä­sen­tan­ten­haus geschei­tert. Trotz der Mehr­heit sei­ner Par­tei haben für McCar­thy nur 201 Abge­ord­ne­te gestimmt. Das sind zwei Stim­men weni­ger als in den Abstim­mun­gen des Vortags. 

Benö­tigt hät­te er die Hälf­te aller Stim­men im Reprä­sen­tan­ten­haus, bei Anwe­sen­heit aller Mit­glie­der sind das 218 Stim­men. 20 Abge­ord­ne­te haben für den Repu­bli­ka­ner Byron Donalds gestimmt, die Demo­kra­ten ver­sam­mel­ten sich hin­ter Hakeem Jef­fries. Zuvor hat­te Ex-Prä­si­dent Donald Trump die Mit­glie­der der repu­bli­ka­ni­schen Mehr­heit im Reprä­sen­tan­ten­haus dazu auf­ge­ru­fen, für McCar­thy zu stim­men. „Schließt den Deal ab, holt euch den Sieg”, schrieb er in einem Post. „Ver­wan­delt nicht einen gro­ßen Tri­umph in eine rie­si­ge und pein­li­che Nie­der­la­ge.” Dass ein Kan­di­dat der Par­tei, die die Par­la­ments­mehr­heit hält, im ers­ten Wahl­gang nicht gewählt wird, war seit 1923 nicht mehr vor­ge­kom­men. Die Wahl McCar­thys ver­wei­gern vor allem Anhän­ger des rech­ten Par­tei­flü­gels, zu dem auch Trump gerech­net wird. Die Abge­ord­ne­ten machen McCar­thy dafür mit­ver­ant­wort­lich, dass bei den Zwi­schen­wah­len nicht die von ihnen erhoff­te „rote Wel­le” zustan­de gekom­men ist. Solan­ge kein Spre­cher gewählt ist, kann die teils neu gewähl­te Par­la­ments­kam­mer die Arbeit nicht auf­neh­men. Beob­ach­ter hal­ten nun einen Kom­pro­miss zwi­schen den McCar­thy-Unter­stüt­zern und den Abge­ord­ne­ten der Demo­kra­ten für mög­lich. Dabei wür­de es ent­we­der auf einen gemein­sa­men Kan­di­da­ten oder auf eine Her­ab­set­zung der erfor­der­li­chen Stim­men hin­aus­lau­fen. Für die zwei­te Opti­on müss­te ein Teil der Abge­ord­ne­ten der Abstim­mung fernbleiben.

Foto: US-Flag­ge, über dts Nachrichtenagentur

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