Rufe nach Mehr­wert­steu­er­be­frei­ung bestimm­ter Lebensmittel

Dessau/Berlin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Umwelt­bun­des­amt (UBA) und der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­band (VZBV) drin­gen auf eine Mehr­wert­steu­er­be­frei­ung bestimm­ter Lebens­mit­tel. „Die Mehr­wert­steu­er­be­frei­ung für pflanz­li­che Nah­rung wirkt dem hohen Preis­an­stieg bei Lebens­mit­teln ent­ge­gen”, sag­te UBA-Prä­si­dent Dirk Mess­ner dem „Han­dels­blatt”. Sie soll­te „so schnell wie mög­lich” umge­setzt wer­den, „denn eine gesun­de und gleich­zei­tig kli­ma­freund­li­che Ernäh­rung soll­te sich in Deutsch­land jede und jeder leis­ten können”. 

Mess­ner sprach mit Blick auf die Mehr­wert­steu­er von einem „Wild­wuchs an Ein­zel­re­ge­lun­gen”, bei denen öko­lo­gi­sche Belan­ge kaum und sozia­le Belan­ge nur zum Teil berück­sich­tigt wür­den. „Durch eine Mehr­wert­steu­er­be­frei­ung für Obst, Gemü­se, Getrei­de­er­zeug­nis­se und pflanz­li­che Öle wür­den die pri­va­ten Haus­hal­te nach einer ers­ten Schät­zung mit rund vier Mil­li­ar­den Euro jähr­lich ent­las­tet”, so der Behör­den­chef. Haus­hal­te mit nied­ri­gen Ein­kom­men wür­den davon am stärks­ten pro­fi­tie­ren. Hand­lungs­be­darf sieht auch VZBV-Che­fin Ramo­na Pop. „Die Abschaf­fung der Mehr­wert­steu­er auf Obst, Gemü­se und Hül­sen­früch­te ist über­fäl­lig, um in Zei­ten hoher Prei­se den Geld­beu­tel zu ent­las­ten und zudem Anrei­ze für eine gesün­de­re Ernäh­rung zu set­zen”, sag­te Pop der Zei­tung. „Eine gesun­de, abwechs­lungs­rei­che und nach­hal­ti­ge Ernäh­rung darf in einem rei­chen Land wie Deutsch­land kei­ne Fra­ge des Geld­beu­tels sein.”

Foto: Toma­ten an einem Gemü­se­stand, über dts Nachrichtenagentur

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