Russ­land: Rame­low traut Putin Ein­satz von Atom­waf­fen zu

Wladimir Wladimirowitsch Putin - Präsident der russischen FöderationFoto: Präsident der russischen Föderation Wladimir Putin, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Thü­rin­gens Minis­ter­prä­si­dent Bodo Rame­low traut dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin zu, im Ukrai­ne-Krieg Atom­waf­fen einzusetzen.

Das müs­se bedacht wer­den, wenn der Wes­ten die Ukrai­ne wei­ter mit Waf­fen unter­stüt­ze, sag­te er in der ntv-Sen­dung „Bei­sen­herz”. Ange­sichts der mut­maß­li­chen rus­si­schen Gräu­el­ta­ten in Butscha hat­te Außen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock zuletzt ange­kün­digt, der Ukrai­ne wei­te­re Waf­fen zu lie­fern. Rame­low warn­te vor einer Eska­la­ti­on: „Ich habe gro­ße Sor­ge, dass wenn wir direkt in das Kriegs­ge­sche­hen hin­ein­ge­hen, viel mehr erle­ben wer­den, als wir jetzt erleben”.

Zudem for­dert der Lin­ken-Poli­ti­ker, dass dem rus­si­schen Prä­si­den­ten mit har­ten Sank­tio­nen begeg­net wer­den müs­se: „Wenn wir das Sys­tem Putin zu Fall brin­gen wol­len, […] dann muss man die Olig­ar­chen unter Druck set­zen”. Er ver­ste­he nicht, wenn man die Ver­mö­gen der Olig­ar­chen in ande­ren euro­päi­schen Län­dern ein­frie­re, war­um es in Deutsch­land so zöger­lich gehe und war­um man sich hier so schwer­tue, zum Bei­spiel Steu­er­oa­sen auf der Welt aus­zu­trock­nen und damit die­sem Sys­tem den Hin­ter­aus­gang zu versperren.

Finanz­sank­tio­nen hält Rame­low für geeig­ne­ter als Russ­land kein Gas mehr abzu­kau­fen. Ein Ener­gie­em­bar­go scha­de Putin, habe aber für Deutsch­land schwer­wie­gen­de Fol­gen. Rame­low rech­net in die­sem Fall damit, dass Fir­men schlie­ßen und Per­so­nal ent­las­sen müs­sen. „Die­se Kon­se­quenz muss man sich klar machen”.

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