SAP warnt vor „Sub­ven­ti­ons­krieg” mit den USA

Wall­dorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – SAP-Chef Chris­ti­an Klein hat vor einem Rück­fall Euro­pas in der Digi­ta­li­sie­rung gewarnt. „Wir Euro­pä­er müs­sen wirk­lich Acht geben, wenn ich mir etwa das 400 Mil­li­ar­den Dol­lar schwe­re Sub­ven­ti­ons­pro­gramm ‘Infla­ti­on reduc­tion act‘ anschaue”, sag­te Klein der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung”. Nach sei­nen Wor­ten soll­ten die Euro­pä­er den Schul­ter­schluss mit den USA suchen und kei­nen „Sub­ven­ti­ons­krieg” eröffnen. 

Das Pro­gramm der Ame­ri­ka­ner sei nicht gegen Euro­pa gerich­tet, son­dern dazu da, die Abhän­gig­keit von der tai­wa­ne­si­schen Halb­lei­ter­indus­trie zu redu­zie­ren. Die Digi­ta­li­sie­rung in Deutsch­land und Euro­pa krankt nach Kleins Wor­ten am Föde­ra­lis­mus: Wäh­rend die Ame­ri­ka­ner eine lan­des­wei­te Cloud-Infra­struk­tur bau­ten, koche jedes EU-Mit­glied sein „eige­nes Süpp­chen”. In der Coro­na-Pan­de­mie hät­ten sich all die­se Schwä­chen gezeigt, für Klein „eine Bank­rott­erklä­rung”. Deutsch­land müs­se in der Digi­ta­li­sie­rung deut­lich mehr Tem­po machen. In der Ver­bes­se­rung der Lie­fer­ket­ten sieht Klein ein neu­es Geschäft für SAP. Sein Ziel sei es, alle 400.000 SAP-Kun­den auf einer Platt­form zu ver­net­zen. So kön­ne nicht nur die Lie­fer­fä­hig­keit ver­bes­sert wer­den, son­dern auch die nöti­ge Trans­pa­renz geschaf­fen für eine ver­läss­li­che Berech­nung des CO2-Ausstoßes.

Foto: SAP, über dts Nachrichtenagentur

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