Scholz hofft auf ukrai­ni­sches „Wirt­schafts­wun­der”

Davos (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) wirbt für Inves­ti­tio­nen für den Wie­der­auf­bau der Ukrai­ne. Vie­le Unter­neh­men in Deutsch­land und dar­über hin­aus sei­en sich bewusst, wel­che Chan­cen ein ukrai­ni­sches „Wirt­schafts­wun­der” ihnen bie­ten könn­te, sag­te er am Mitt­woch beim Welt­wirt­schafts­fo­rum in Davos. Das gel­te vor allem, wenn sich das Land nach dem Ende des Krie­ges auf die Euro­päi­sche Uni­on zubewege. 

Pri­vat­wirt­schaft­li­ches Kapi­tal wer­de beim Wie­der­auf­bau eine „wich­ti­ge Rol­le” spie­len, so der Kanz­ler. Aber damit der Krieg been­det wer­den kön­ne, müs­se die rus­si­sche Aggres­si­on schei­tern. Des­halb lie­fe­re man der Ukrai­ne kon­ti­nu­ier­lich „gro­ße Men­gen an Rüs­tungs­gü­tern”. Dazu gehör­ten Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me wie IRIS‑T oder Patri­ot, Artil­le­rie und Schüt­zen­pan­zer. Zu den zuletzt dis­ku­tier­ten Lie­fe­run­gen von Kampf­pan­zern äußer­te sich Scholz nicht. Er nutz­te sei­ne Rede aber, um für eine welt­wei­te Ener­gie­wen­de zu wer­ben. Ob Wirt­schafts­ver­tre­ter oder Kli­ma­schüt­zer, ob Sicher­heits­po­li­ti­ker oder Inves­tor – für jeden sei inzwi­schen „glas­klar”, dass die Zukunft allein den erneu­er­ba­ren Ener­gien gehö­re. „Aus Kos­ten­grün­den, aus Umwelt­schutz­grün­den, aus Sicher­heits­grün­den und weil erneu­er­ba­re Ener­gien auf lan­ge Sicht die bes­ten Ren­di­ten ver­spre­chen”, so der SPD-Poli­ti­ker. Eine kli­ma­neu­tra­le Zukunft sei aber nichts, was ein ein­zel­nes Land allein errei­chen kön­ne. Des­we­gen sei­en Dia­log­fo­ren wie in Davos so wich­tig. In die­sem Zusam­men­hang rief Scholz auch noch ein­mal zur Teil­nah­me beim soge­nann­ten „Kli­ma­club” auf. Die­ser sei offen für „neue, ambi­tio­nier­te Mitglieder”.

Foto: Olaf Scholz, über dts Nachrichtenagentur

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