Scholz will Wirt­schafts­be­zie­hun­gen mit dem Irak vertiefen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Nach dem Antritts­be­such des ira­ki­schen Pre­mier­mi­nis­ters Moham­med Shia‘ al-Suda­ni in Ber­lin hat sich Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) für eine Ver­tie­fung der Wirt­schafts­be­zie­hun­gen der bei­den Län­der aus­ge­spro­chen, etwa durch die Lie­fe­rung von Gas an Deutsch­land. „Die Regie­rung von Pre­mier­mi­nis­ter Suda­ni hat ange­kün­digt, sich beson­ders auf wirt­schaft­li­che Refor­men zu kon­zen­trie­ren”, sag­te Scholz bei der anschlie­ßen­den Pres­se­kon­fe­renz. „Ich freue mich über die geschlos­se­ne fort­füh­ren­de Ver­ein­ba­rung zwi­schen dem ira­ki­schen Minis­te­ri­um für Elek­tri­zi­tät und Sie­mens Ener­gy zum Auf­bau der Moder­ni­sie­rung des ira­ki­schen Energiesektors.” 

Damit sol­le die Resi­li­enz und die Dekar­bo­ni­sie­rung der Strom­ver­sor­gung ver­bes­sert wer­den. Zudem habe man auch über Wis­sens­trans­fer zum Aus­bau der Solar­kraft im Iran und mög­li­che Gas­lie­fe­run­gen nach Deutsch­land gespro­chen. Scholz sieht Deutsch­land in der Ver­ant­wor­tung, dazu bei­zu­tra­gen, dass Gasim­port-Infra­struk­tu­ren eine aus­rei­chen­de Kapa­zi­tät haben, um „auch die Auf­ga­be als Tran­sit­land für vie­le ande­re gleich­zei­tig gewäh­ren zu kön­nen”, sag­te er mit Blick auf ost­eu­ro­päi­sche Staa­ten. Gesprächs­the­ma sei­en zudem die Aus­wir­kun­gen der Erd­er­hit­zung gewe­sen. Der ira­ki­sche Pre­mier­mi­nis­ter Moham­med Shia‘ al-Suda­ni sag­te dazu: „Wir haben auch über eine ver­bes­ser­te Was­ser­in­fra­struk­tur gespro­chen, denn das Was­ser in Euphrat und Tigris wird in eini­gen Jah­ren nicht mehr aus­rei­chend sein.” Man wol­le die Wüs­ten­bil­dung bekämp­fen, so al-Suda­ni. „Es ist ganz wich­tig, dass wir Fackel­gas bes­ser nut­zen kön­nen, weil das auch sehr vie­le gra­vie­ren­de Fol­gen für das Kli­ma hat.”

Foto: Olaf Scholz, über dts Nachrichtenagentur

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