Schul­ze will femi­nis­ti­sche Ent­wick­lungs­po­li­tik stär­ker fördern

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze (SPD) will bis 2025 die Hil­fen Deutsch­lands für ärme­re Staa­ten mas­siv umschich­ten, so dass sie fast voll­stän­dig für die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter ein­ge­setzt wer­den. Das geht aus der neu­en Afri­ka-Stra­te­gie des Minis­te­ri­ums her­vor, die am Diens­tag vor­ge­stellt wer­den soll und über die das „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” vor­ab berich­tet. Dem­nach soll im Rah­men einer femi­nis­ti­schen Ent­wick­lungs­po­li­tik der Anteil der Finanz­mit­tel, die direkt oder indi­rekt einen Bei­trag zur Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit leis­ten, „sub­stan­zi­ell von 64 Pro­zent auf 93 Pro­zent” erhöht werden. 

„Mit die­ser Selbst­ver­pflich­tung wird trans­for­ma­to­ri­sche Wir­kung quer durch alle Sek­to­ren ange­strebt, von Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del bis Zusam­men­ar­beit mit der Wirt­schaft”, heißt es in dem Papier. Auch in mul­ti­la­te­ra­len Insti­tu­tio­nen set­ze sich das Ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um für eine Stei­ge­rung von Gleich­stel­lungs­vor­ha­ben ein, wird ver­si­chert. Wie in ande­ren Tei­len der Welt sei­en auch auf dem afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent Mäd­chen und Frau­en in vie­len Berei­chen des sozia­len, wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Lebens schlech­ter gestellt als Män­ner, der Zugang zur Gesund­heits­vor­sor­ge und Ver­hü­tungs­mit­teln sei ein­ge­schränkt und in vie­len afri­ka­ni­schen Län­dern wür­den Mäd­chen zwangs­ver­hei­ra­tet. „Die­se Ungleich­hei­ten ver­let­zen die Men­schen­rech­te von Mäd­chen und Frau­en und haben Fol­gen für ihr Wohl­erge­hen, ihre Bil­dungs­chan­cen und ihre Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten”, heißt es in der Afri­ka-Stra­te­gie. Sie kos­te­ten zudem Wirt­schafts­kraft und gesell­schaft­li­chen Fort­schritt. „Das Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um för­dert daher im Sin­ne einer femi­nis­ti­schen Ent­wick­lungs­po­li­tik sys­te­ma­tisch die poli­ti­sche, sozia­le und wirt­schaft­li­che Teil­ha­be von afri­ka­ni­schen Frau­en und stärkt ihre Rech­te, Reprä­sen­tanz und Res­sour­cen”, wird angekündigt.

Foto: Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ), über dts Nachrichtenagentur

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