SPD-Chef sieht Bau von impro­vi­sier­tem LNG-Ter­mi­nal als Vorbild

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – SPD-Chef Lars Kling­beil sieht in der schel­len Anbin­dung des schwim­men­den LNG-Ter­mi­nals bei Wil­helms­ha­ven ein Vor­bild für die Moder­ni­sie­rung der Infra­struk­tur und den Aus­bau der Erneu­er­ba­ren. „Wir haben gese­hen, dass in Nie­der­sach­sen ein LNG-Ter­mi­nal mit einer neu­en Deutsch­land-Geschwin­dig­keit in nur 200 Tagen fer­tig­ge­stellt wird”, sag­te Kling­beil dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. Das zei­ge: Es gehe, wenn die Not­wen­dig­keit und der poli­ti­sche Wil­le da seien. 

„Ich erwar­te, dass eine sol­che Geschwin­dig­keit jetzt auch bei der Moder­ni­sie­rung unse­rer Infra­struk­tur in allen Berei­chen auf­ge­nom­men wird”, for­der­te der SPD-Chef. Es gebe kei­ne Aus­re­den mehr, weil Deutsch­land gezeigt habe, dass es mit dem Bau von LNG-Ter­mi­nals in Wil­helms­ha­ven gehe. „Wir brau­chen die­se neue Deutsch­land-Geschwin­dig­keit auf allen Fel­dern.” Kling­beil bezog sich ins­be­son­de­re auf das Büro­kra­tie­ab­bau­ge­setz, das in der Ampel­re­gie­rung zwi­schen Grü­nen und FDP strit­tig ist. Die Beschleu­ni­gung von Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren sei ein wich­ti­ger Kno­ten, der durch­ge­schla­gen wer­den müs­se. „Für den Bau von Wind­kraft­an­la­gen, für die schnel­le Geneh­mi­gung von neu­en Stra­ßen und Schie­nen sowie für den Aus­bau von Strom­net­zen brau­chen wir einen erheb­li­chen Schub. Da müs­sen jetzt alle Kon­flik­te umge­hend been­det wer­den”, for­der­te Kling­beil. Er füg­te hin­zu: „Wenn wir es als Ampel ernst mei­nen, dass wir unser Land moder­ni­sie­ren und stark hal­ten wol­len, dann muss alles getan wer­den in den Minis­te­ri­en, dass schnell geneh­migt wird. Deutsch­land muss in den nächs­ten Jah­ren den Schritt nach vor­ne schaffen.”

Foto: Schwim­men­des LNG-Ter­mi­nal in Wil­helms­ha­ven, über dts Nachrichtenagentur

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