SPD im NRW-Land­tag bean­tragt „Aktu­el­le Vier­tel­stun­de” zu Lützerath

Düs­sel­dorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die SPD-Frak­ti­on im Düs­sel­dor­fer Land­tag will für die Sit­zung des Aus­schus­ses für Wirt­schaft, Indus­trie, Kli­ma­schutz und Ener­gie am Mitt­woch eine „Aktu­el­le Vier­tel­stun­de” zu Lüt­zer­ath bean­tra­gen. Der Titel lau­tet: „Unmut über den Koh­le-Deal – wie bewer­tet die Lan­des­re­gie­rung neue Zwei­fel aus der Frak­ti­on der Grü­nen”, berich­tet die „Rhei­ni­sche Post” (Mon­tags­aus­ga­be). Hin­ter­grund ist der Zei­tung zufol­ge ein Vor­stoß, den die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ant­je Grot­hus (Grü­ne) im Kon­text der Räu­mung von Lüt­zer­ath unter­nom­men hat. 

Grot­hus leg­te in einer Pres­se­mit­tei­lung dar, dass nicht alle Grund­stü­cke, die in den kom­men­den Jah­ren abge­bag­gert wer­den sol­len, bereits im Besitz des Ener­gie­kon­zerns RWE sei­en. Sie fürch­te, dass daher Ent­eig­nungs­ver­fah­ren dro­hen, die den Abbau ver­zö­gern könn­ten, und for­dert eine Neu­pla­nung des Tage­baus. Es wer­de „dem Ein­druck Vor­schub geleis­tet, die Eigen­tums­ver­hält­nis­se in Lüt­zer­ath könn­ten strit­tig und die Räu­mung damit rechts­wid­rig sein. Dies ist nicht der Fall”, schreibt die SPD in dem Papier zu ihrem Antrag. „Neben dem sach­li­chen Gehalt die­ser Aus­sa­gen ist daher frag­lich, wie die Lan­des­re­gie­rung die­se recht­li­che Auf­fas­sung aus der Frak­ti­on von Bünd­nis 90/Die Grü­nen ein­schätzt, die Eigen­tums­über­tra­gung von Flä­chen müs­se voll­um­fäng­lich der Geneh­mi­gung der Tage­bau­pla­nung zeit­lich vor­aus­ge­hen.” Eben­so sei zu klä­ren, wie die Lan­des­re­gie­rung die Aus­wir­kung mög­li­cher Ver­zö­ge­run­gen des Abbaus durch juris­ti­sche Ver­fah­ren auf die Ener­gie­si­cher­heit in Nord­rhein-West­fa­len und in Deutsch­land bis 2030 einschätze.

Foto: Demo bei Lüt­zer­ath am 14.01.2023, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.