SPD legt neu­en Vor­schlag zum Waf­fen­recht vor

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Im Ampel-Streit um eine Ver­schär­fung des Waf­fen­rechts for­dert die SPD Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Mar­co Busch­mann (FDP) auf, sich einem gemein­sa­men Vor­ge­hen nicht län­ger zu ver­schlie­ßen. SPD-Frak­ti­ons­vi­ze Dirk Wie­se sag­te der „Rhei­ni­schen Post” (Mon­tag): „Wir soll­ten beim Waf­fen­recht eine prag­ma­ti­sche Lösung auf den Weg brin­gen, die zu mehr Sicher­heit führt. Eine getrenn­te Auf­be­wah­rung von Waf­fen­tei­len wäre eine solche.” 

Der Innen­ex­per­te schlug kon­kret vor, dass Bau­tei­le von halb- oder auto­ma­ti­schen Waf­fen wie etwa Lauf, Ver­schluss oder Maga­zin künf­tig getrennt auf­be­wahrt wer­den sol­len. Feh­le ein wesent­li­ches Stück wie etwa der Ver­schluss, sei die Waf­fe nicht mehr funk­ti­ons­fä­hig. Zugleich kri­ti­sier­te Wie­se den Jus­tiz­mi­nis­ter. „Ich wür­de mir für das zwei­te Jahr der Amts­zeit von Mar­co Busch­mann wün­schen, dass man etwas weg von einem abso­lu­tis­ti­schen Frei­heits­be­griff kommt. Die­ser kann in der Kon­se­quenz näm­lich dazu füh­ren, dass ver­meint­li­che Täter geschützt wer­den”, sag­te der Innen­ex­per­te. Busch­mann hat­te sich nach der Raz­zia in der Reichs­bür­ger­sze­ne gegen Ände­run­gen des Waf­fen­rechts aus­ge­spro­chen, Innen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) hin­ge­gen vor­ge­schla­gen, dass halb­au­to­ma­ti­sche Waf­fen künf­tig nicht mehr im Pri­vat­be­sitz sein dürfen.

Foto: Sport­waf­fen, über dts Nachrichtenagentur

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