SPD mit schwarz-grü­nem Hilfs­pa­ket in NRW wei­ter unzufrieden

Düs­sel­dorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Oppo­si­ti­ons­füh­rer im Düs­sel­dor­fer Land­tag, Tho­mas Kutscha­ty (SPD), sieht kurz vor der ent­schei­den­den Ple­nar­sit­zung immer noch mas­si­ve Pro­ble­me beim Son­der­ver­mö­gen der Lan­des­re­gie­rung zur Abfe­de­rung der Fol­gen des Ukrai­ne-Kriegs. Trotz begrü­ßens­wer­ter Ände­run­gen „blei­ben vie­le Din­ge recht­lich unklar und feh­ler­haft”, sag­te er der „Rhei­ni­schen Post” (Mon­tags­aus­ga­be). „Und ich habe gro­ße Zwei­fel, dass man das alles noch recht­zei­tig bis zur Abstim­mung am Diens­tag hei­len kann. Damit steht das Kon­strukt von Schwarz-Grün auf einem sehr wacke­li­gen Fundament.” 

Wenn nicht noch ein­mal mas­siv ange­passt wer­de, wer­de die SPD nicht zustim­men. Der frü­he­re NRW-Jus­tiz­mi­nis­ter bemüh­te dazu einen Ver­gleich: „Sehen Sie es mal so: Um Geld an Bedürf­ti­ge zu ver­tei­len, darf ich dafür ja auch kei­ne Bank über­fal­len.” Mit Blick auf eine mög­li­che Ver­fas­sungs­kla­ge sag­te Kutscha­ty: „Es ist eine Auf­ga­be der Oppo­si­ti­on, die Regie­rung dar­an zu mes­sen, ob sie nach Recht und Gesetz arbei­tet.” Man war­te aber jetzt noch den 20. Dezem­ber ab und wer­de dann prü­fen, ob eine Ver­fas­sungs­kla­ge not­wen­dig sei. „Und ich kann schon jetzt sagen, wenn die Regie­rung auf die­sem Weg so wei­ter­geht, ist sie ganz nah dran an einer Ver­fas­sungs­kla­ge.” Es gebe aber auch als schar­fes Schwert den Unter­su­chungs­aus­schuss. „Das ist eine Maß­nah­me, die ich jetzt per­sön­lich nicht aus­schlie­ßen möch­te.” Kutscha­ty warf dem Minis­ter­prä­si­den­ten vor, in der Kri­se nicht ver­nehm­bar zu sein: „Am Tag, an dem die finan­zi­el­le Not­la­ge des Lan­des erklärt wird, ergreift er nicht ein­mal das Wort im Land­tag. Statt­des­sen macht er einen Foto-Ter­min nach dem nächs­ten. Was er zur Lage zu sagen hat, erfährt man dann aus einem Inter­view mit einer Bre­mer Tages­zei­tung.” Wüst küm­me­re sich augen­schein­lich nicht um die ganz exis­ten­zi­ell wich­ti­gen Belan­ge hier im Land, so der Oppositionsführer.

Foto: Land­tag von Nord­rhein-West­fa­len, über dts Nachrichtenagentur

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