SPD und FDP strei­ten um Einkommensteuer

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Koali­ti­ons­part­ner SPD und FDP strei­ten um die Ein­kom­men­steu­er. SPD-Che­fin Saskia Esken hat den Vor­stoß von Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner (FDP) zu einer Sen­kung zurück­ge­wie­sen und statt­des­sen höhe­re Steu­ern für Rei­che gefor­dert. „Zuletzt haben wir den Min­dest­lohn mas­siv ange­ho­ben, die nied­ri­gen Ein­kom­men bei den Sozi­al­ab­ga­ben und die mitt­le­ren und hohen Ein­kom­men bei der Steu­er ent­las­tet. So haben wir dafür gesorgt, dass alle unterm Strich mehr Net­to auf dem Gehalts­zet­tel ste­hen haben und die Infla­ti­on bes­ser bewäl­ti­gen kön­nen”, sag­te Esken den Zei­tun­gen der Funke-Mediengruppe. 

„Ich bin der Über­zeu­gung: Die sehr hohen Ein­kom­men hät­ten die­se Ent­las­tung nicht gebraucht.” Zugleich for­der­te die SPD-Che­fin, Rei­che stär­ker zu belas­ten. „Wenn wir uns die Auf­ga­ben anschau­en, die vor uns lie­gen mit der Bil­dungs­ge­rech­tig­keit, der Digi­ta­li­sie­rung, dem kli­ma­neu­tra­len Umbau des­sen, wie wir wirt­schaf­ten und leben, dann den­ke ich eher, dass die sehr hohen Ein­kom­men und Ver­mö­gen dazu mehr bei­tra­gen müssten.”

Foto: Ein­kom­men­steu­er, über dts Nachrichtenagentur

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