Staat muss für Ener­gie­preis­brem­sen zig Mil­li­ar­den weni­ger zahlen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner (FDP) spart vor­aus­sicht­lich zig Mil­li­ar­den Euro bei der Ener­gie­preis­brem­se. Durch den dras­ti­schen Rück­gang der Groß­han­dels­prei­se für Erd­gas und Strom sin­ken nun auch man­che End­ver­brau­cher­ta­ri­fe – und damit die nöti­gen Zuschüs­se. Seit dem ver­gan­ge­nen Spät­som­mer sind die Bör­sen­prei­se um bis zu 80 Pro­zent zurückgegangen. 

Der „Spie­gel” berich­tet, die not­wen­di­ge Sub­ven­ti­on wer­de nur noch zehn Pro­zent der ursprüng­lich ver­an­schlag­ten Sum­me aus­ma­chen. Dem­nach müss­te der Bund beim aktu­el­len Preis­ni­veau in die­sem Jahr ledig­lich geschätz­te 9,2 Mil­li­ar­den Euro für Zuschüs­se zu Ener­gie­rech­nun­gen auf­wen­den: davon 7,8 Mil­li­ar­den Euro für Gas und 1,4 Mil­li­ar­den Euro für Strom. Im Okto­ber noch hat­te der Bun­des­tag einen 200 Mil­li­ar­den Euro schwe­ren „Abwehr­schirm” gegen hohe Ener­gie­prei­se beschlos­sen, Finanz­mi­nis­ter Lind­ner war sich sicher, min­des­tens 83 Mil­li­ar­den Euro davon für die Preis­brem­sen zu benö­ti­gen. Sie sehen vor, dass Pri­vat­haus­hal­te und Klein­un­ter­neh­men für ein Kon­tin­gent von 80 Pro­zent des erwar­te­ten 2022er-Ver­brauchs in die­sem Jahr maxi­mal 40 Cent je Kilo­watt­stun­de Strom und 12 Cent je Kilo­watt­stun­de Erd­gas bezah­len. Betrei­ber von Holz­pel­let- und Ölhei­zun­gen müs­sen indes wohl deut­lich län­ger auf ver­spro­che­ne Staats­hil­fe hof­fen: Die Ampel­ko­ali­ti­on hat­te sich im Dezem­ber auf Zuschüs­se geei­nigt – deren genaue Umset­zung seit­her aus­steht, weil die Regie­rung um die rich­ti­ge Form strei­tet. Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Robert Habeck (Grü­ne) muss­te gera­de im Ener­gie­aus­schuss des Bun­des­tags ein­räu­men, dass noch nicht ein­mal fest­steht, wel­ches Minis­te­ri­um die Rege­lung in die Hand nimmt.

Foto: Gas­zäh­ler, über dts Nachrichtenagentur

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