Stark-Watz­in­ger will neue Kom­pe­tenz­ver­tei­lung bei Bildungspolitik

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Bet­ti­na Stark-Watz­in­ger (FDP) hat sich dafür aus­ge­spro­chen, die allei­ni­ge Zustän­dig­keit der Bun­des­län­der für die Bil­dungs­po­li­tik zu been­den und Kom­pe­ten­zen ins­be­son­de­re in der Schul­po­li­tik auf den Bund zu über­tra­gen. „Es kann nicht sein, dass der Bund immer nur Geld geben soll, aber kein Mit­spra­che­recht hat. Des­halb müs­sen wir über eine neue Auf­ga­ben­ver­tei­lung spre­chen”, sag­te Stark-Watz­in­ger dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Sams­tags­aus­ga­ben).

„Ich könn­te mir Bil­dung als eine Gemein­schafts­auf­ga­be von Bund und Län­dern vor­stel­len”, sag­te die Minis­te­rin. „Mein Ziel ist es, zu einem Koope­ra­ti­ons­ge­bot bei der Bil­dung zu kom­men.” Stark-Watz­in­ger schlug vor, dass der Bund unter ande­rem die Zustän­dig­keit für die Digi­ta­li­sie­rung und die Erhe­bung der Leis­tungs­er­geb­nis­se über­nimmt. Nötig sei ihrer Mei­nung nach, dass „wir end­lich genau wis­sen, wo wir bei der Bil­dung der Kin­der und Jugend­li­chen eigent­lich ste­hen, damit gezielt nach­ge­steu­ert wer­den kann”. Zudem sol­le der Bund ein­heit­li­che Stan­dards set­zen. „In der heu­ti­gen Zeit ver­steht doch kein Mensch mehr, war­um ein Umzug von einem in das ande­re Bun­des­land zur Her­aus­for­de­rung beim Schul­wech­sel wird”, sag­te sie. Die Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) habe sich zwar Stan­dards gege­ben, ihnen feh­le es aber oft an Ver­bind­lich­keit. Die FDP-Poli­ti­ke­rin wünscht sich zudem eine bes­se­re Ver­gleich­bar­keit der Bil­dungs­er­geb­nis­se der Bun­des­län­der. „Wir müs­sen den Mut haben, Daten zu erhe­ben, uns den Ergeb­nis­sen zu stel­len und offen und ehr­lich damit umzu­ge­hen”, sag­te sie. „Es geht nicht dar­um, mit dem Fin­ger auf ande­re zu zei­gen, son­dern Bil­dung bes­ser zu machen”, so Stark-Watz­in­ger. Mehr Daten sei­en unbe­dingt nötig, um Pro­ble­me früh­zei­tig erken­nen und gezielt lösen können.

Foto: Gang in einer Schu­le, über dts Nachrichtenagentur

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