Steu­er­ge­werk­schaft gegen neue Frist­ver­län­ge­rung für Grundsteuer

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Deut­sche Steu­er­ge­werk­schaft (DSTG) hat sich gegen Über­le­gun­gen gewandt, den Bür­gern zum wie­der­hol­ten Male eine län­ge­re Frist zur Abga­be der Grund­steu­er­erklä­rung ein­zu­räu­men. „Ich hal­te nichts davon, die Frist jetzt noch­mals gene­rell zu ver­län­gern”, sag­te Gewerk­schafts­chef Flo­ri­an Köb­ler den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe. Er ergänz­te: „Ich kann gut ver­ste­hen, dass das Aus­fül­len der Grund­steu­er­erklä­rung nicht ver­gnü­gungs­steu­er­pflich­tig ist. Aber die Finanz­ver­wal­tung braucht jetzt drin­gend die rest­li­chen Grund­steu­er­erklä­run­gen, um den Kom­mu­nen aus­rei­chend Zeit zu geben, die end­gül­ti­ge Grund­steu­er festzusetzen.” 

Mil­lio­nen von Immo­bi­li­en­be­sit­zern haben ihre Anga­ben immer noch nicht an die Finanz­ver­wal­tung über­mit­telt, obwohl die Frist dazu am 31. Janu­ar aus­läuft. Aus der Poli­tik waren des­halb zuletzt For­de­run­gen laut gewor­den, den Eigen­tü­mern noch ein­mal mehr Zeit zu geben. Ber­lins Regie­ren­de Bür­ger­meis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey (SPD) for­der­te ein abge­stimm­tes Vor­ge­hen der Län­der. Im ver­gan­ge­nen Herbst war die Abga­be­frist schon ein­mal auf Ende Janu­ar 2023 ver­län­gert wor­den. Finanz­äm­ter und Kom­mu­nen benö­ti­gen die Daten, um die vom Gesetz­ge­ber beschlos­se­ne Reform der Grund­steu­er umzu­set­zen. Ab 2025 soll die Steu­er nach einer ver­ein­fach­ten Metho­de berech­net wer­den. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te 2018 eine Reform ange­mahnt. Gewerk­schafts­chef Köb­ler sag­te nun den Fun­ke-Titeln: „Mir ist bewusst, dass die Grund­steu­er­re­form ein gewal­ti­ges Büro­kra­tie­mons­ter ist, vor dem wir als DSTG immer gewarnt haben. Jetzt gilt es aber den­noch gemein­sam die vom Gesetz­ge­ber geschaf­fe­nen Rege­lun­gen frist­ge­recht umzusetzen.”

Foto: Ein­fa­mi­li­en­haus­sied­lung mit Solar­park, über dts Nachrichtenagentur

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