Strack-Zim­mer­mann drängt Lam­brecht zu Reform der Bundeswehr

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – FDP-Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­ke­rin Marie-Agnes Strack-Zim­mer­mann knüpft ihr Urteil über die in die Kri­tik gera­te­ne Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Chris­ti­ne Lam­brecht (SPD) an deren Reform­wil­len. „Die Minis­te­rin soll­te man nicht dar­an mes­sen, ob ein Video geglückt oder weni­ger geglückt ist, wenn­gleich die rich­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on nach innen und außen beson­ders in die­sen Zei­ten natür­lich sehr wich­tig ist”, sag­te die Vor­sit­zen­de des Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mitt­wochs­aus­ga­ben). „Die Minis­te­rin wird sich dar­an mes­sen las­sen müs­sen, wie weit sie wil­lens und in der Lage ist, die Bun­des­wehr zu reformieren.” 

Ein Schwer­punkt müs­se laut Strack-Zim­mer­mann die Reform des Beschaf­fungs­we­sens sein, ein­schließ­lich der Über­win­dung der bis­he­ri­gen Tren­nung von Mili­tär – und Zivil­ver­wal­tung. „Die­se Struk­tur ist kom­plett aus der Zeit gefal­len”, kri­ti­sier­te die Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­ke­rin. Es gebe kein Unter­neh­men in Deutsch­land, in dem es sol­che Dop­pel­struk­tu­ren gebe. In der Bun­des­wehr trä­fen dadurch Unter­neh­mens­kul­tu­ren auf­ein­an­der, die sich gegen­sei­tig behin­der­ten und des­halb nicht die nöti­ge Effi­zi­enz hät­ten, die drin­gend erfor­der­lich wäre. Wei­te­re Schwer­punk­te sei­en die Ver­schlan­kung der Pro­zes­se und die Zusam­men­füh­rung der Teil­streit­kräf­te sowie die Not­wen­dig­keit, die Bun­des­wehr demo­gra­fie­fest zu machen. Die­se Pro­ble­me müss­ten jetzt ange­gan­gen wer­den. „Das wird der Maß­stab sein, an dem man sie mes­sen wird”, so Strack-Zimmermann.

Foto: Bun­des­wehr-Sol­da­ten, über dts Nachrichtenagentur

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