Strack-Zim­mer­mann will Ukrai­ner am Leo­pard-Pan­zer aus­bil­den lassen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Vor­sit­zen­de des Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses, Marie-Agnes Strack-Zim­mer­mann (FDP), hat vor dem Hin­ter­grund der geplan­ten Lie­fe­rung von Mar­der-Schüt­zen­pan­zern an die Ukrai­ne auch eine vor­sorg­li­che Aus­bil­dung ukrai­ni­scher Sol­da­ten am Kampf­pan­zer Leo­pard 2 ins Spiel gebracht. Es mache Sinn, „wei­te­re ukrai­ni­sche Sol­da­ten zeit­gleich am Leo­pard 2 aus­zu­bil­den”, sag­te Strack-Zim­mer­mann dem „Spie­gel”. Wenn die­ser Kampf­pan­zer benö­tigt wer­de, ver­lie­re man kei­ne unnö­ti­ge Zeit. 

Die FDP-Poli­ti­ke­rin ver­wies auf Über­le­gun­gen aus ande­ren euro­päi­schen Län­dern. „Eini­ge fin­ni­sche Abge­ord­ne­te den­ken auch über eine Ver­le­gung vom Leo­pard 2 nach – sofern Deutsch­land es erlaubt – und die Spa­ni­er zum Bei­spiel wären bereit, ukrai­ni­sche Sol­da­ten in Lett­land am Leo­pard 2 auch aus­zu­bil­den.” Zugleich for­der­te Strack-Zim­mer­mann das Kanz­ler­amt und das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um auf, für die nahe Zukunft kon­kre­te Über­le­gun­gen für wei­te­re Mili­tär­hil­fe an die Ukrai­ne anzu­stel­len. „Wir brau­chen eine Stra­te­gie, wie wir in den nächs­ten Mona­ten die mili­tä­ri­sche Lage ein­schät­zen und mit den ent­spre­chen­den Wün­schen der Ukrai­ne umge­hen. Damit wir end­lich vor die Wel­le kom­men und nicht immer hin­ter­her schwim­men.” Die Gene­se der beab­sich­ti­gen Lie­fe­rung von 40 Mar­der-Schüt­zen­pan­zern kri­ti­sier­te Strack-Zim­mer­mann: „Die­ses gan­ze Hin und Her zeigt, dass man sich im Kanz­ler­amt über­haupt nicht dar­auf vor­be­rei­tet hat und bis zum Schluss gehofft hat, dass man die Mar­der nicht lie­fern muss. Jetzt wird es unnö­tig kompliziert.”

Foto: Bun­des­wehr-Pan­zer ´Leo­pard 2´, über dts Nachrichtenagentur

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