Suche nach ver­spro­che­nen Mar­der-Pan­zern gestal­tet sich schwierig

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Auch zwei Wochen nach der Ankün­di­gung von Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD), der Ukrai­ne 40 Mar­der-Schüt­zen­pan­zer zu lie­fern, ist am Mitt­woch unklar, ob die Fahr­zeu­ge in der Stück­zahl wirk­lich gelie­fert wer­den kön­nen. Das schreibt „Busi­ness Insi­der” unter Beru­fung auf infor­mier­te Bun­des­wehr­krei­se. Die Bun­des­wehr hat auf dem Papier 350 Fahrzeuge. 

Doch allen­falls 140 bis 150 sind dem Ver­neh­men nach ein­satz­be­reit. Davon ist ein Teil wie­der­um für die schnel­le Ein­greif­trup­pe der NATO vor­ge­se­hen, ande­re für Aus­bil­dun­gen und ander­wei­ti­ge Ein­sät­ze. Nicht zu unter­schät­zen ist auch, dass vie­le der vor­han­de­nen Mar­der auch für Ersatz­tei­le aus­ge­schlach­tet wer­den müs­sen, weil eini­ge Tei­le nicht mehr pro­du­ziert wer­den. Insi­dern zufol­ge braucht man für ein ein­satz­fä­hi­ges Fahr­zeug rech­ne­risch bis zu zwei ande­re Fahr­zeu­ge als Ersatz­teil­la­ger. 40 Mar­der aus der Trup­pe abzu­ge­ben, sei folg­lich illu­so­risch. Daher brau­che es die Indus­trie und die Hil­fe ande­rer Natio­nen. Grie­chen­land hat sich wohl dazu bereit erklärt, vor­erst auf bis zu 20 von ins­ge­samt 40 Mar­dern zu ver­zich­ten, die im Rah­men eines Ring­tauschs eigent­lich von Rhein­me­tall an Grie­chen­land gehen soll­ten. Doch selbst die übri­gen 20 Mar­der sind offen­bar in den letz­ten zwei Wochen nicht auf­zu­trei­ben gewe­sen. Zwi­schen­zeit­lich soll man inner­halb des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums laut Insi­dern so weit gewe­sen sein, dass nach einer Zäh­lung aller Mar­der in der gesam­ten Trup­pe theo­re­tisch nur noch etwa fünf bis zehn Fahr­zeu­ge auf­zu­trei­ben gewe­sen wären.

Foto: Bun­des­wehr-Pan­zer ´Mar­der´, über dts Nachrichtenagentur

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