Syri­en: Ärz­te fürch­ten vie­le Tote nach Grenzschließung

Syrische Flagge - Syrien - Flaggen - Menschen - hissenFoto: Menschen mit einer syrischen Flagge hissend, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Ärz­te ohne Gren­zen hat vor der Schlie­ßung des Grenz­über­gangs Bab al-Hawa in Syri­en gewarnt.

In die­sem Fall droh­ten den Bewoh­nern der Rebel­len­re­gi­on Idlib im Nord­wes­ten Syri­ens „töd­li­che Kon­se­quen­zen”, sag­te der Ein­satz­lei­ter in der Regi­on dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. Bab al-Hawa sei mitt­ler­wei­le die ein­zi­ge Mög­lich­keit, den 2,6 Mil­lio­nen Ein­woh­nern Idlibs über­haupt noch inter­na­tio­na­le Hil­fe zukom­men zu las­sen. Vie­le von ihnen sei­en schon mehr­fach inner­halb Syri­ens ver­trie­ben wor­den. Wenn nun auch noch auch die­se Lebens­ader abge­schnit­ten wer­de, dro­he vie­len wegen Medi­ka­men­ten­man­gels, Unter­ernäh­rung und Epi­de­mien der Tod.

Die der­zeit lau­fen­den huma­ni­tä­ren Hilfs­trans­por­te aus der Tür­kei nach Idlib, mit etwa 1.000 Last­wa­gen pro Monat, stüt­zen sich auf ein Man­dat der Ver­ein­ten Natio­nen, das am kom­men­den Sonn­abend (10. Juli 2021) aus­läuft. Syri­en und Russ­land wol­len mög­li­che Hil­fen künf­tig unter die Kon­trol­le der syri­schen Zen­tral­re­gie­rung in Damas­kus stel­len. Die zum Teil bereits unter­ernähr­ten Ein­woh­ner Idlibs befürch­ten, das Regime wer­de dann ihre seit Lan­gem mili­tä­risch bela­ger­te Stadt end­gül­tig aushungern.

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