Top-Öko­no­men for­dern höhe­re Steu­ern für Gaspreisbremse

Düs­sel­dorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent des Ifo-Insti­tuts Hans-Wer­ner Sinn und der Düs­sel­dor­fer Öko­nom Jens Süde­kum kri­ti­sie­ren die Gas­preis­brem­se der Bun­des­re­gie­rung. „Die Finan­zie­rung der Gas­preis­brem­se hät­te nicht bloß über Schul­den, son­dern zumin­dest teil­wei­se über höhe­re Steu­ern lau­fen müs­sen”, sag­te Süde­kum der „Süd­deut­schen Zei­tung”. Hans-Wer­ner Sinn for­der­te in der­sel­ben Zei­tung: „Wenn die Poli­tik Ein­kom­men umver­tei­len will, dann soll­te sie mit offe­nem Visier kämp­fen und auch sagen, wem sie das Geld weg­nimmt, denn irgend­wer muss ja am Ende die Zeche zahlen.” 

Er selbst wür­de die Bes­ser­ver­die­ner belas­ten, wenn er könn­te. Sinn fürch­tet, dass die aktu­el­le Finan­zie­rung durch Schul­den infla­ti­ons­trei­bend wirkt. „Schein­bar nimmt man nie­man­dem etwas weg. Aber man erzeugt Nach­fra­ge, und die treibt die Infla­ti­on. Wenn nicht bei den Gas­prei­sen, dann anders­wo.” Sinn kri­ti­sier­te zudem die Wir­kung der Brem­se auf die Infla­ti­ons­sta­tis­tik als „Taschen­spie­ler­trick”. Die Gas­preis­brem­se „ist die Ver­ein­ba­rung, dass wir alle Schul­den auf­neh­men, ein­an­der damit die Gas­rech­nung bezah­len und in der Fol­ge nur noch die Net­to­prei­se in der Infla­ti­ons­sta­tis­tik berück­sich­ti­gen. Ein Bei­trag zur Über­win­dung der Gas-Knapp­heit ist damit nicht verbunden.”

Foto: Gas­zäh­ler, über dts Nachrichtenagentur

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