Über 100 Fest­nah­men wäh­rend Sil­ves­ter­nacht in Berlin

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Wäh­rend der ereig­nis­rei­chen Sil­ves­ter­nacht in Ber­lin sind mehr als 100 Per­so­nen fest­ge­nom­men wor­den. Es han­de­le sich um 98 Män­ner und fünf Frau­en, teil­ten die Behör­den am Sonn­tag mit. Wäh­rend des gesam­ten Ein­sat­zes habe man zahl­rei­che Ermitt­lungs­ver­fah­ren, über­wie­gend wegen Brand­stif­tungs­de­lik­ten, Ver­stö­ßen gegen das Spreng­stoff­ge­setz, Land­frie­dens­bruchs sowie tät­li­chen Angriffs auf Voll­stre­ckungs­be­am­te eingeleitet. 

Die Poli­zei zog ins­ge­samt eine eher nega­ti­ve Bilanz. So sei­en „mas­si­ve Angrif­fe” auf Ein­satz- und Ret­tungs­kräf­te im gesam­ten Stadt­ge­biet zu ver­zeich­nen gewe­sen, die „in ihrer Inten­si­tät mit den Vor­jah­ren nicht zu ver­glei­chen” sei­en. Nach den bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen sei­en dabei 18 Poli­zei­kräf­te ver­letzt wor­den, davon ein Beam­ter schwer. Zudem hät­ten Ein­satz­kräf­te der Poli­zei mehr­fach die Feu­er­wehr bei ihren Maß­nah­men unter­stützt. Posi­ti­ver bli­cken die Behör­den aber auf die ein­ge­rich­te­ten Pyro­tech­nik­ver­bots­zo­nen. Die­se hät­ten „Wir­kung” gezeigt. Am Alex­an­der­platz, im Stein­metz­kiez in Schö­ne­berg sowie in den Stra­ßen­zü­gen im Umfeld der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Moa­bit sei­en die behörd­li­chen All­ge­mein­ver­fü­gun­gen ein­ge­hal­ten und kei­ne beson­de­ren Vor­komm­nis­se fest­ge­stellt wor­den, hieß es. Auch bei der zen­tra­len Sil­ves­ter­fei­er­lich­keit am Bran­den­bur­ger Tor in Mit­te habe man „kei­ne beson­de­ren Vor­komm­nis­se” ver­zeich­net. In ande­ren Regio­nen Deutsch­lands ver­lief die Sil­ves­ter­nacht unter­schied­lich. So mel­de­ten zum Bei­spiel die Behör­den in Ham­burg und Stutt­gart nur weni­ge Vor­komm­nis­se. Die Ham­bur­ger Poli­zei sprach von einer „im Ver­gleich ruhi­gen Sil­ves­ter­nacht”, aus der baden-würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­haupt­stadt hieß es, dass man eine „vor­läu­fi­ge posi­ti­ve Bilanz” zie­hen kön­ne. Meh­re­re Vor­fäl­le gab es unter­des­sen in NRW. Dort wur­den nach Poli­zei­an­ga­ben 42 Beam­te ver­letzt, im Vor­jahr waren es 23. Bei eini­gen Ein­sät­zen, wie bei­spiels­wei­se in Bonn, Duis­burg, Essen und Gel­sen­kir­chen, sei es zu einem „miss­bräuch­li­chen Ein­satz von Pyro­tech­nik” gekom­men, teils sei­en Ein­satz­kräf­te gezielt mit Feu­er­werks­kör­pern bewor­fen wor­den. Ins­ge­samt wur­den in NRW in der Sil­ves­ter­nacht 1.320 Platz­ver­wei­se erteilt (Vor­jahr 1099). 233 Per­so­nen (Vor­jahr 163) wur­den in Gewahr­sam und 25 Per­so­nen (Vor­jahr 15) vor­läu­fig fest­ge­nom­men. Bei den bis­her regis­trier­ten Straf­ta­ten habe man in vie­len Berei­chen Zunah­men im Ver­gleich zum Vor­jahr ver­zeich­net, so die NRW-Poli­zei. Die Zahl der gemel­de­ten Straf­ta­ten lie­ge den­noch unter dem Niveau der Sil­ves­ter­näch­te vor der Corona-Pandemie.

Foto: Ber­lin am 31.12.2022, über dts Nachrichtenagentur

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