Ugan­da erklärt Ebo­la-Aus­bruch für beendet

Brazzaville/Kampala (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Weni­ger als vier Mona­te nach­dem ein ers­ter Ebo­la-Fall im zen­tra­len Muben­de-Distrikt Ugan­das bestä­tigt wor­den war, hat das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um des Lan­des am Mitt­woch das Ende des Ebo­la-Aus­bruchs ver­kün­det. „Ugan­da hat dem Ebo­la-Aus­bruch ein schnel­les Ende gesetzt, indem es die wich­tigs­ten Kon­troll­maß­nah­men wie Über­wa­chung, Ermitt­lung von Kon­takt­per­so­nen sowie Infek­ti­ons­prä­ven­ti­on und ‑kon­trol­le inten­si­viert hat”, sag­te die Gesund­heits­mi­nis­te­rin des Lan­des, Jane Ruth Aceng Oce­ro. „Der Schlüs­sel zum Erfolg waren unse­re Gemein­den, die ver­stan­den haben, wie wich­tig es ist, das Nöti­ge zu tun, um den Aus­bruch zu been­den, und aktiv wurden.” 

WHO-Gene­ral­di­rek­tor Tedros Adha­nom Ghe­brey­e­sus lob­te den Umgang des Lan­des mit der Infek­ti­ons­krank­heit: „Ich gra­tu­lie­re der Regie­rung, dem Gesund­heits­per­so­nal und der Bevöl­ke­rung Ugan­das für Ihre Füh­rung und ihren Ein­satz, die es mög­lich mach­ten, die­sen Ebo­la-Aus­bruch in weni­ger als vier Mona­ten zu been­den.” Ugan­da habe gezeigt, dass Ebo­la besiegt wer­den kann, wenn das gesam­te Sys­tem zusam­men­ar­bei­te, so Tedros. „Trotz der Abwe­sen­heit zuge­las­se­ner Impf­stof­fe und The­ra­peu­ti­ka für die­se Ebo­la-Art war Ugan­da in der Lage, bewähr­te Instru­men­te der öffent­li­chen Gesund­heit ein­zu­set­zen, um die Aus­brü­che ein­zu­däm­men.” Es war der ers­te Aus­bruch des suda­ne­si­schen Ebo­la­vi­rus seit einem Jahr­zehnt. Ins­ge­samt gab es 164 Fäl­le (142 bestä­tig­te und 22 wahr­schein­li­che), 55 bestä­tig­te Todes­fäl­le und 87 gene­se­ne Pati­en­ten. Bei mehr als 4.000 Kon­takt­per­so­nen wur­de der Gesund­heits­zu­stand 21 Tage lang über­wacht. Ins­ge­samt lag die Falls­terb­lich­keits­ra­te bei 47 Pro­zent. Der letz­te Pati­ent wur­de am 30. Novem­ber aus der Behand­lung ent­las­sen, als der 42-tägi­ge Count­down bis zum Ende des Aus­bruchs begann.

Foto: Ebo­la-Hin­weis­pla­kat, über dts Nachrichtenagentur

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