Ukrai­ne lehnt Waf­fen­ru­he zu ortho­do­xem Weih­nachts­fest ab

Kiew (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Ukrai­ne lehnt die von Mos­kau ange­kün­dig­te Waf­fen­ru­he zum ortho­do­xen Weih­nachts­fest am Frei­tag und Sams­tag die­ser Woche ab. Russ­land müs­se zuerst die besetz­ten Gebie­te ver­las­sen, erst dann wer­de es einen „vor­über­ge­hen­den Waf­fen­still­stand” geben kön­nen, teil­te ein Bera­ter des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten am Don­ners­tag mit. Den Vor­schlag aus Mos­kau bezeich­ne­te er als „Heu­che­lei”.

Zuvor hat­ten rus­si­sche Medi­en berich­tet, Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin pla­ne eine Waf­fen­ru­he für die Zeit von Frei­tag, 12 Uhr Orts­zeit, bis Sams­tag, 24 Uhr. Zuvor hat­te auch der Patri­arch von Mos­kau und Russ­land, Kirill, der den rus­si­schen Angriff auf die Ukrai­ne unter­stützt, einen weih­nacht­li­chen Waf­fen­still­stand gefor­dert – auch nach die­sem Auf­ruf war bereits eine Absa­ge aus Kiew gekom­men. Die öst­li­chen Kir­chen stel­len tra­di­tio­nell den 6. Janu­ar in den Mit­tel­punkt der Weih­nachts­fei­er­lich­kei­ten, in der Ukrai­ne fei­ern aber mitt­ler­wei­le immer mehr Men­schen wie in West­eu­ro­pa um den 25. Dezem­ber. Etwa 75 Pro­zent der Ukrai­ner gehö­ren den ortho­do­xen Kir­chen an, in Russ­land sind es laut Schät­zun­gen zwi­schen 40 und eben­falls 75 Pro­zent der Bevölkerung.

Foto: Ukrai­ni­sche Flag­ge auf dem Par­la­ment in Kiew, über dts Nachrichtenagentur

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