Ukrai­ni­scher Bot­schaf­ter lobt deut­sche „Füh­rungs­rol­le”

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Bot­schaf­ter der Ukrai­ne in Ber­lin, Olek­sij Make­jew, hat Deutsch­land aus­drück­lich für den Ein­satz in der Rei­he der Unter­stüt­zer sei­nes Lan­des gedankt. Er sei froh, dass Deutsch­land im Ver­lauf sei­ner G7-Prä­si­dent­schaft eine „Füh­rungs­rol­le” über­nom­men habe, sag­te Make­jew am Diens­tag im RBB-Info­ra­dio. Deutsch­land habe die G7-Län­der dazu mobi­li­siert, die Ukrai­ne zu unterstützen. 

„Die Erklä­rung der G7-Staats- und Regie­rungs­chefs hat klar gezeigt, dass der Wes­ten die Ukrai­ne so lan­ge unter­stüt­zen wird, wie es nötig ist, dass Russ­land zur Rechen­schaft gezo­gen wird und dass die Ukrai­ne mit finan­zi­el­len Mit­teln, aber auch mit Waf­fen wei­ter­hin unter­stützt wird.” Er glau­be, dass das ein „Zei­chen der Füh­rungs­rol­le” Deutsch­lands sei. Vor der inter­na­tio­na­len Geber­kon­fe­renz in Paris for­der­te Make­jew zudem kon­kre­te Win­ter­hil­fen für sein Land. Man benö­ti­ge drin­gend Trans­for­ma­to­ren und Gene­ra­to­ren: „Natür­lich brau­chen wir alles, damit wir den Men­schen hel­fen kön­nen, über den Win­ter zu kom­men. Es wird käl­ter in der Ukrai­ne und Russ­land ver­sucht, mit Marsch­flug­kör­pern, die Infra­struk­tur zu zer­stö­ren. Teil­wei­se sind die Men­schen in der Ukrai­ne bis zu 48 Stun­den ohne Strom, Was­ser und Hei­zung.” Trotz der rus­si­schen Angrif­fe und regel­mä­ßi­ger Aus­fäl­le der Ener­gie­ver­sor­gung gelin­ge es der Ukrai­ne aber wei­ter, die Men­schen mit Lebens­mit­teln zu ver­sor­gen, so Make­jew. „Wir sind die­ser Auf­ga­be gewach­sen.” Lie­fe­run­gen gebe es genug. „Unse­re Bür­ger wis­sen, was es heißt, in einem Krieg zu leben. Wir sind ein sehr kämp­fe­ri­sches Volk. Wir kom­men durch.” Mit einer neu­en Flücht­lings­wel­le Rich­tung Wes­ten rech­net Make­jew des­halb nicht. „Wir gehen von bis zu sechs Mil­lio­nen Bin­nen­flücht­lin­gen aus.” Es sei durch­aus mög­lich, dass sich vie­le von der Front­li­nie weg­be­we­gen. „Aber heu­te rech­nen wir nicht mit gro­ßen Strö­mun­gen Schutz­su­chen­der aus der Ukraine.”

Foto: Bot­schaft der Ukrai­ne, über dts Nachrichtenagentur

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