Umfra­ge: Jede drit­te geplan­te Woh­nung wird nicht gebaut

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Knapp ein Drit­tel (32 Pro­zent) der Woh­nun­gen, die 2023 und 2024 fer­tig wer­den soll­ten, wer­den vor­aus­sicht­lich nicht mehr rea­li­siert. Das ergab eine Umfra­ge des Spit­zen­ver­bands der deut­schen Woh­nungs­wirt­schaft (GdW) unter sei­nen Mit­glieds­un­ter­neh­men, über die die „Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung” berich­tet. Von den ursprüng­lich geplan­ten 61.000 Woh­nun­gen wol­len die Mit­glieds­un­ter­neh­men dem­nach knapp 20.000 weni­ger errichten. 

33 Pro­zent der Befrag­ten gaben an, ihre Neu­bau­plä­ne kom­plett strei­chen zu wol­len. Als Grün­de geben mehr als drei Vier­tel der Woh­nungs­un­ter­neh­men die gestie­ge­nen Mate­ri­al- und Finan­zie­rungs­kos­ten an. An drit­ter Stel­le wird feh­len­de Ver­läss­lich­keit in der staat­li­chen För­de­rung genannt. „Eine Ver­ket­tung von his­to­risch schlech­ten Bau­be­din­gun­gen und ekla­tan­te Feh­ler der Regie­rung las­sen den bezahl­ba­ren Woh­nungs­bau aktu­ell dra­ma­tisch ein­bre­chen”, sag­te Ver­bands­prä­si­dent Axel Gedasch­ko der FAZ. Es dro­he „ein Dra­ma für die Woh­nungs­su­chen­den”. Die Ampel­ko­ali­ti­on hat sich zum Ziel gesetzt, dass unter ihrer Füh­rung im Jahr 400.000 neue Woh­nun­gen ent­ste­hen sol­len, davon 100.000 Sozi­al­woh­nun­gen. Gedasch­ko hält dies für unrea­lis­tisch. „Mit­tel­fris­tig wer­den bun­des­weit eher nur 200.000 statt 400.000 Woh­nun­gen pro Jahr ent­ste­hen”, pro­gnos­ti­ziert er.

Foto: Bau­ar­bei­ter, über dts Nachrichtenagentur

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