Umwelt­hil­fe mahnt Kret­sch­mann zu Ein­hal­tung von Klima-Gesetz

Han­no­ver (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Nach einem Gerichts­ur­teil gegen das Land Baden-Würt­tem­berg spricht die Deut­sche Umwelt­hil­fe (DUH) von einer „schal­len­den Ohr­fei­ge” für Minis­ter­prä­si­dent Kret­sch­mann und drängt zu einer schnel­len Befol­gung des Kli­ma­schutz­ge­set­zes des Bun­des­lands. „Anschei­nend ist der grü­ne Minis­ter­prä­si­dent Kret­sch­mann gera­de sehr beschäf­tigt damit, Die­sel-Pkw wei­ter zu för­dern und schär­fe­re Grenz­wer­te für die schwä­bi­schen Auto­kon­zer­ne zu ver­hin­dern”, sag­te DUH-Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Resch. „Ansons­ten hät­te er sicher das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs genau­er gele­sen. Und die­ses erteilt ihm eine schal­len­de Ohr­fei­ge für die Miss­ach­tung des bis heu­te gel­ten­den Klimaschutzgesetzes.” 

Der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Würt­tem­berg hat­te nach einer Kla­ge der Umwelt­hil­fe die grün-schwar­ze Lan­des­re­gie­rung dazu ver­ur­teilt, ein seit 2020 über­fäl­li­ges „Inte­grier­te Ener­gie- und Kli­ma­schutz­kon­zept” vor­zu­le­gen, so wie es das Kli­ma­schutz­ge­setz des Bun­des­lands vor­schreibt. „Ich erwar­te von ihm, dass er das Urteil akzep­tiert”, sag­te Resch. „Wir for­dern nun bis zum 28. Febru­ar 2023 die Fer­tig­stel­lung und Ver­öf­fent­li­chung des Inte­grier­ten Ener­gie- und Kli­ma­schutz­kon­zep­tes.” Die DUH lis­tet eine Rei­he von Maß­nah­men auf, die aus ihrer Sicht für das Erfül­len des Pari­ser Kli­ma­ab­kom­mens nötig sind. So müs­se der Kopf­bahn­hof in Stutt­gart auch nach Fer­tig­stel­lung von Stutt­gart 21 erhal­ten blei­ben, um eine Gewähr­leis­tung der von der Bun­des­re­gie­rung gefor­der­ten Ver­dopp­lung des Per­so­nen­schie­nen­ver­kehrs bis 2030 sicher­zu­stel­len und eine jah­re­lan­ge Unter­bre­chung aller Bahn­ver­keh­re von Stutt­gart in den Süden (Sin­gen, Zürich, Mai­land, Rom) zu ver­hin­dern. Zudem will die Umwelt­hil­fe einen Modell­ver­such für ein Tem­po­li­mit sowie eine ver­bind­li­che CO2-Ober­gren­ze von 95g CO2/km im rea­len Fahr­be­trieb für alle von der Lan­des­re­gie­rung gekauf­ten oder geleas­ten Pkw.

Foto: Deut­sche Umwelt­hil­fe, über dts Nachrichtenagentur

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