Uni­on kri­ti­siert Kür­zun­gen beim Katastrophenschutz

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – CDU-Poli­ti­ker haben mit Empö­rung auf die Kür­zung von Haus­halts­mit­teln für den Kata­stro­phen­schutz durch die regie­ren­de Ampel-Koali­ti­on reagiert. „Wir Lan­des-Innen­mi­nis­ter hat­ten uns mit Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Fae­ser auf zehn Mil­li­ar­den zusätz­lich für den Zivil­schutz ver­stän­digt”, sag­te Baden-Würt­tem­bergs Innen­mi­nis­ter, Tho­mas Stro­bl (CDU), der „Bild”. Dies sei par­tei­über­grei­fend und ein­stim­mig geschehen. 

Nun wol­le der Bund nicht mehr, son­dern weni­ger Geld geben. „Die Kür­zun­gen der Ampel sind eine Kata­stro­phe für den Kata­stro­phen­schutz”, sag­te Stro­bl. Ähn­lich äußer­te sich der CDU-Haus­halts­po­li­ti­ker und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te André Berg­heg­ger. „Die Ampel stürzt unser Land in Rekord­schul­den, aber bei Sicher­heit und Bevöl­ke­rungs­schutz wird gespart.” Wer so hand­le, habe den Ernst der Lage nicht erkannt. „Dass es auch anders geht, haben mit wir unse­ren Anträ­gen gezeigt: eine hal­be Mil­li­ar­de mehr wäre hier pro­blem­los mög­lich gewe­sen”, sag­te Berg­heg­ger. Hin­ter­grund der Kri­tik ist die For­de­rung des Bun­des­ra­tes vom Okto­ber nach einer Stär­kung des Bevöl­ke­rungs­schut­zes durch Bun­des­mit­tel in Höhe von rund zehn Mil­li­ar­den Euro inner­halb der nächs­ten zehn Jah­re. Dem vor­aus ging ein ein­stim­mi­ger Beschluss der Lan­des-Innen­mi­nis­ter mit Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Fae­ser. Die For­de­rung fin­det im kom­men­den Bun­des­haus­halt mut­maß­lich kei­ne Berück­sich­ti­gung. Statt­des­sen soll es beim Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hil­fe und beim Tech­ni­schen Hilfs­werk zu Aus­ga­ben­kür­zun­gen von bis zu 40 Pro­zent kommen.

Foto: THW-Ein­satz, über dts Nachrichtenagentur

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