Uni­on kri­ti­siert ver­fehl­tes NATO-Ziel

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – In der Debat­te um das Zwei-Pro­zent-Ziel der NATO hat die Uni­on der Ampel­ko­ali­ti­on vor­ge­wor­fen, den ver­spro­che­nen Haus­halts­an­teil für Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben ent­ge­gen der Ankün­di­gung in der Zei­ten­wen­de-Rede nicht erreicht zu haben. „Taten­lo­sig­keit bedeu­tet aber Gefähr­dung der Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit Deutsch­lands und des Bünd­nis­ses”, sag­te der ver­tei­di­gungs­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Flo­ri­an Hahn, dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land” (Don­ners­tag­aus­ga­ben). „Die Fra­ge der zwei Pro­zent ist längst schon kei­ne rein natio­na­le Ent­schei­dung mehr, denn unse­re Part­ner im Bünd­nis erwar­ten von Deutsch­land als Schwer­ge­wicht in der Alli­anz völ­lig zurecht, dass wir uns end­lich an die gemach­ten Zusa­gen hal­ten”, so Hahn. 

Er fürch­te, dass die Bun­des­re­gie­rung so „end­gül­tig das noch vor­han­de­ne Ver­trau­en in Deutsch­lands Bünd­nis­so­li­da­ri­tät und Zuver­läs­sig­keit zer­stört”. Hahn for­der­te die Bun­des­re­gie­rung auf, den Ver­tei­di­gungs­haus­halt „sub­stan­zi­ell und kon­ti­nu­ier­lich” zu erhö­hen. „Selbst die zwei Pro­zent wer­den nicht das Ende der Fah­nen­stan­ge sein. Viel­mehr wer­den mit Blick auf die Bedro­hun­gen und Inter­es­sen Deutsch­lands wei­te­re Bedar­fe zu decken sein, um wahr­haft abwehr­be­reit zu werden.”

Foto: Deut­sche Kriegs­schif­fe, über dts Nachrichtenagentur

Anmer­kun­gen zum Bei­trag? Hin­weis an die Redak­ti­on sen­den.