Ver­di wei­tet Streiks bei der Deut­schen Post auf Sams­tag aus

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Ver­di hat die Beschäf­tig­ten in der Paket‑, Brief- und Ver­bund­zu­stel­lung auch für Sams­tag zum bun­des­wei­ten Streik auf­ge­ru­fen. Im Tarif­kon­flikt mit der Deut­schen Post ver­sucht Ver­di mit ihren seit Don­ners­tag­abend statt­fin­den­den Streiks den Druck auf die Arbeit­ge­ber zu erhö­hen. Bis­lang betei­lig­ten sich nach Anga­ben der Gewerk­schaft am Don­ners­tag und Frei­tag über 15.000 Beschäf­tig­te an den Streiks. 

Dazu auf­ge­ru­fen waren in allen Bun­des­län­dern die Brief- und Paket­zen­tren sowie am Frei­tag punk­tu­ell auch die Paket- und Brief­zu­stel­lung. „Die Streiks sind ein deut­li­ches Zei­chen unse­rer Mit­glie­der in Rich­tung Arbeit­ge­ber”, sag­te Andrea Kocsis, stell­ver­tre­ten­de Ver­di-Vor­sit­zen­de und Ver­hand­lungs­füh­re­rin mit der Deut­schen Post. Die Arbeit­ge­ber hät­ten in die­ser Woche in der zwei­ten Tarif­ver­hand­lungs­run­de deut­lich gemacht, dass sie nicht bereit und auch gar nicht in der Lage sei­en, die Real­lohn­ver­lus­te der Beschäf­tig­ten aus­zu­glei­chen. „Das ist eine Pro­vo­ka­ti­on, auf die Beschäf­tig­ten nun eine kla­re Ant­wort geben und ihren For­de­run­gen mit Streiks Nach­druck ver­lei­hen.” Bei der Deut­schen Post sind laut Ver­di fast 90 Pro­zent der Tarif­be­schäf­tig­ten in den Ent­gelt­grup­pen 1 bis 3 ein­grup­piert. Das Monats­grund­ent­gelt in die­sen Ent­gelt­grup­pen beträgt zwi­schen 2.108 und 3.090 Euro brut­to. Die­se Tarif­be­schäf­tig­ten sei­en im beson­de­ren Maße von der hohen Infla­ti­on betrof­fen, da sie einen gro­ßen Anteil ihres Net­to­ein­kom­mens für Nah­rungs­mit­tel und Ener­gie auf­brin­gen müss­ten. Die letz­te Tarif­er­hö­hung im Janu­ar 2022 betrug zwei Pro­zent. Ver­di for­dert für die Tarif­be­schäf­tig­ten bei der Deut­schen Post AG eine Ent­gel­t­er­hö­hung von 15 Pro­zent bei einer Lauf­zeit des Tarif­ver­tra­ges von zwölf Mona­ten. Die Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen sol­len für jedes Aus­bil­dungs­jahr um 200 Euro pro Monat ange­ho­ben wer­den. Die Fort­set­zung der Tarif­ver­hand­lun­gen ist für 8./9. Febru­ar geplant.

Foto: Streik, über dts Nachrichtenagentur

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