Vize-Prä­si­den­tin des EU-Par­la­ments festgenommen

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Eva Kai­li, Vize-Prä­si­den­tin des EU-Par­la­ments, ist laut über­ein­stim­men­der Medi­en­be­rich­te fest­ge­nom­men wor­den. Dabei soll es um den Vor­wurf angeb­li­cher Kor­rup­ti­on durch das WM-Gast­ge­ber­land Katar gehen, heißt es dar­in. Die grie­chi­sche Poli­ti­ke­rin sitzt seit 2014 im EU-Parlament. 

Sie arbei­te­te frü­her als Jour­na­lis­tin und gehört zur sozi­al­de­mo­kra­ti­schen PASOK. Die Par­tei erklär­te bereits am Frei­tag den Aus­schluss Kai­lis. Erst im Janu­ar die­sen Jah­res war sie zu einer der 14 Vize­prä­si­den­ten des EU-Par­la­ments gewählt wor­den. In der Ver­gan­gen­heit war sie Vor­sit­zen­de der Dele­ga­ti­on für die Bezie­hun­gen zur Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung der NATO und Mit­glied in der Kon­fe­renz der Dele­ga­ti­ons­vor­sit­ze, im Aus­schuss für Indus­trie, For­schung und Ener­gie und im Son­der­aus­schuss zu Steu­er­vor­be­schei­den und ande­ren Maß­nah­men ähn­li­cher Art oder Wir­kung. Auch für Bezie­hun­gen zum Nahen Osten war sie teil­wei­se zustän­dig. Wei­te­re Details zu den kon­kre­ten Kor­rup­ti­ons­vor­wür­fen wur­den zunächst von offi­zi­el­ler Sei­te nicht bekannt. Die Brüs­se­ler Staats­an­walt­schaft teil­te aller­dings mit, dass es in die­ser Sache am Frei­tag 16 Durch­su­chun­gen und fünf Fest­nah­men gege­ben habe. Neben Kor­rup­ti­on wur­de dabei auch der Vor­wurf der Geld­wä­sche genannt. In Medi­en­be­rich­ten hieß es, Katar soll angeb­lich ver­sucht haben, Ent­schei­dun­gen des EU-Par­la­ments zu beeinflussen.

Foto: EU-Par­la­ment in Brüs­sel, über dts Nachrichtenagentur

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