Wehr­be­auf­trag­te will Ver­drei­fa­chung von Bundeswehr-Sondervermögen

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Wehr­be­auf­trag­te Eva Högl (SPD) bringt eine Erhö­hung des Son­der­ver­mö­gens der Bun­des­wehr auf 300 Mil­li­ar­den Euro ins Spiel. Es gehe „nicht ohne neue Fer­ti­gungs­ka­pa­zi­tä­ten”, sag­te Högl der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung”. Högl ist der­zeit als neue Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin im Gespräch, soll­te Amts­in­ha­be­rin Lam­brecht, wie eini­ge Medi­en berich­ten, in Kür­ze ihren Rück­tritt erklären. 

NATO-Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg hat den Druck auf die Mit­glieds­staa­ten unter­des­sen eben­falls ver­stärkt, in dem er for­der­te, die Rüs­tungs­pro­duk­ti­on hoch­fah­ren, um die Vor­rä­te der Alli­ier­ten auf­zu­fül­len und um sicher­zu­stel­len, dass die Ukrai­ne wei­ter ver­sorgt wer­den kann. Der Gene­ral­se­kre­tär wies dar­auf hin, dass der Krieg in der Ukrai­ne „eine enor­me Men­ge Muni­ti­on” ver­brau­che. Der Außen­be­auf­trag­te der EU, Josep Bor­rell, sag­te: „Unse­re Mit­glied­staa­ten müs­sen mehr aus­ge­ben, aber das auch bes­ser machen. Und wir müs­sen es zusam­men tun.” Das for­dern auch die Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­ker von SPD, Grü­nen und FDP. Die Her­stel­ler brauch­ten „eine bin­den­de Zusa­ge, dass die Pro­duk­te finan­ziert und abge­nom­men wer­den”, meint Högl. Als Reak­ti­on auf den rus­si­schen Ein­marsch in die Ukrai­ne hat­te der Bun­des­tag im ver­gan­ge­nen Jahr ein Son­der­ver­mö­gen in Höhe von 100 Mil­li­ar­den Euro für die Bun­des­wehr beschlossen.

Foto: Bun­des­wehr-Hel­me, über dts Nachrichtenagentur

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