Wei­te­re Durch­su­chun­gen wegen EU-Korruptionsskandal

Brüs­sel (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Im Zusam­men­hang mit dem Kor­rup­ti­ons­skan­dal im EU-Par­la­ment ist die Woh­nung eines wei­te­ren Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten durch­sucht wor­den. Das teil­te die Staats­an­walt­schaft am Sonn­tag in Brüs­sel mit. Ein Name wur­de zunächst nicht genannt. 

Nach Anga­ben der Behör­den wur­den Haft­be­feh­le für ins­ge­samt vier Per­so­nen aus­ge­stellt. Dar­un­ter soll Medi­en­be­rich­ten zufol­ge auch die am Frei­tag fest­ge­nom­me­ne Vize­prä­si­den­tin des EU-Par­la­ments, Eva Kai­li, sein. Die­se steht offen­bar im Mit­tel­punkt der Ermitt­lun­gen wegen angeb­li­cher Kor­rup­ti­on durch das WM-Gast­ge­ber­land Katar. Die grie­chi­sche Poli­ti­ke­rin sitzt seit 2014 im EU-Par­la­ment. Sie arbei­te­te frü­her als Jour­na­lis­tin und gehört zur sozi­al­de­mo­kra­ti­schen PASOK. Die Par­tei hat­te bereits am Frei­tag den Aus­schluss Kai­lis erklärt. Erst im Janu­ar 2022 war sie zu einer der 14 Vize­prä­si­den­ten des EU-Par­la­ments gewählt wor­den. Von die­sem Amt wur­de sie am Sams­tag suspendiert.

Foto: EU-Par­la­ment in Brüs­sel, über dts Nachrichtenagentur

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