Wirt­schafts­wei­se bekräf­tigt For­de­rung nach Energie-Soli

Mün­chen (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Moni­ka Schnit­zer, Vor­sit­zen­de der „Wirt­schafts­wei­sen”, ver­langt von den Rei­chen einen Soli­dar­bei­trag in der Ener­gie­kri­se. „Wenn ich am Wochen­en­de durchs Zen­trum von Mün­chen lau­fe, habe ich nicht den Ein­druck, dass die Rei­chen sich nichts mehr leis­ten kön­nen. Die könn­ten höhe­re Steu­ern schon eine Wei­le ver­dau­en”, sag­te sie dem „Mann­hei­mer Mor­gen” (Mitt­wochs­aus­ga­be).

Das Argu­ment, dass Spit­zen­ver­die­ner weni­ger arbei­ten wür­den, wenn sie mehr Steu­ern zah­len müss­ten, wies die Öko­no­min als wenig über­zeu­gend zurück. „Glau­ben Sie, dass ich mich auf die fau­le Haut legen wür­de, wenn ich mehr Steu­ern zah­len müss­te? Wir sind doch alle Work­aho­lics”, sag­te Schnit­zer, die im Okto­ber als ers­te Frau an die Spit­ze des Sach­ver­stän­di­gen­rats gewählt wur­de. In sei­nem Jah­res­gut­ach­ten hat­te die­ser sich für einen zeit­lich befris­te­ten „Ener­gie­so­li” oder eine tem­po­rä­rer Erhö­hung des Spit­zen­steu­er­sat­zes aus­ge­spro­chen. Finanz­mi­nis­ter Chris­ti­an Lind­ner lehn­te die Plä­ne kate­go­risch ab. Schnit­zer sprach sich auch dafür aus, die Schul­den­brem­se ein wei­te­res Jahr aus­zu­set­zen. Vor­aus­set­zung dafür sei aber, dass das Geld nur für Inves­ti­tio­nen aus­ge­ge­ben wer­den dür­fe. „Inves­ti­tio­nen für die Infra­struk­tur, die Digi­ta­li­sie­rung und die Erneu­er­ba­ren Ener­gien sind nach­hal­tig. Sie hel­fen uns, die Kri­se durch­zu­ste­hen und danach gut auf­ge­stellt zu sein. Das durch Schul­den zu finan­zie­ren, ist auch mit Blick auf die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen ver­tret­bar, denn die wür­den von die­sen Inves­ti­tio­nen auch pro­fi­tie­ren. Ent­las­tun­gen für Rei­che in der Kri­se recht­fer­ti­gen kei­ne Neu­ver­schul­dung”, sag­te Schnitzer.

Foto: Schul­den­uhr, über dts Nachrichtenagentur

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