Baden-Würt­tem­berg: Nächt­li­che Aus­gangs­sper­ren in Hotspots

Schultor - Schloss - Kette - Schulhof - Schule - Türklinke - Türgriff - SchulgeländeFoto: Abgeschlossenes Schultor, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die baden-würt­tem­ber­gi­sche Lan­des­re­gie­rung hat den Beschluss gefasst, nächt­li­che Aus­gangs­sper­ren zu verhängen.

Das teil­te das Staats­mi­nis­te­ri­um am Don­ners­tag mit. Der baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder begrüß­te dies. Aus­gangs­sper­ren sei­en „eine der Mög­lich­kei­ten” um Kon­tak­te zu redu­zie­ren und so die Infek­ti­ons­zah­len zu sen­ken, sag­te Söder der RTL/n‑tv-Redak­ti­on.

Den­noch sei­en auch wei­ter­füh­ren­de Maß­nah­men in Alten- und Pfle­ge­hei­men sowie Schu­len not­wen­dig: „Wir müs­sen uns sehr grund­le­gend über­le­gen, wie wir in den Hot­spots wei­ter­kom­men, aber nicht nur da. In Hot­spots ist es ganz ent­schei­dend, dass wir die Alten- und Pfle­ge­hei­me beson­ders beschüt­zen, denn es ist übri­gens so, dass es in den Hot­spots noch­mal beson­de­re Hot­spots gibt”, so Bay­erns Regierungschef.

Es sei ganz wich­tig, dass man auch noch­mal über den Schul­un­ter­richt, über den Distanz­un­ter­richt nach­den­ke und die­sen ab einer bestimm­ten Jahr­gangs­stu­fe brei­ter anzu­le­gen. „Weil auch da Infek­tio­nen ver­brei­tet wer­den.” Das expo­nen­ti­el­le Wachs­tum nach oben sei durch die bis­he­ri­gen Beschrän­kun­gen zwar begrenzt wor­den, eine Abwärts­be­we­gung sei jedoch nicht wirk­lich erkenn­bar. „Die Zahl der Todes­fäl­le ist in der Tat beein­dru­ckend hoch und das muss uns auch mehr bewe­gen und des­we­gen bin ich dafür, dass wir noch­mal nach­den­ken, auch vor Weih­nach­ten kon­se­quen­ter zu wer­den und uns zu über­le­gen, wie wir die Infek­ti­ons­zah­len deut­lich sen­ken kön­nen”, sag­te Söder.

In der Bevöl­ke­rung wach­se gera­de das Bewusst­sein dafür, dass „kon­se­quen­te­re Maß­nah­men und schnel­le­re Maß­nah­men” bes­ser sei­en, als eine End­los­ver­län­ge­rung. „Und wenn wir dann bis zum 10. Janu­ar 2021 ver­län­gern, ohne was zusätz­lich zu machen, dann kann uns pas­sie­ren, dass wir auf dem­sel­ben Level sind oder sogar nach den Feri­en wie­der auf einem höhe­ren, und fan­gen wie­der von vor­ne an. Das glau­be ich, ist auf Dau­er schwer auch von der Akzep­tanz der Bevöl­ke­rung und ist auch medi­zi­nisch wenig sinn­voll, des­we­gen lie­ber noch­mal nach­schär­fen, kon­se­quen­ter sein, und dann am Ende auch die Infek­ti­ons­zah­len vor­her deut­lich sen­ken.” Man sei „klug bera­ten”, dar­über nach­zu­den­ken, wie man kon­se­quen­ter reagie­ren kön­ne. „Wir in Bay­ern wer­den das sicher­lich tun”, so Söder.

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