Ber­lin: Bun­des­re­gie­rung will schär­fe­res Geldwäsche-Gesetz

Portemonnaie - Geldbörse - Kreditkarte - Mastercard - 2263Foto: Herausragende Kreditkarte der Mastercard aus einem Portemonnaie

Ber­lins Jus­tiz­se­na­tor for­dert, die von der EU-Kom­mis­si­on ange­kün­dig­te Ver­schär­fung der Geld­wä­sche-Bekämp­fung zügig umzusetzen.

Zugleich will Ber­lin eine Bun­des­rats­in­itia­ti­ve vor­be­rei­ten, um Nota­re und somit Immo­bi­li­en­ge­schäf­te bes­ser zu kon­trol­lie­ren, berich­tet der „Tages­spie­gel”. Ziel sei es, „dass die Arbeit der Nota­re nächs­tes Jahr wie­der effek­ti­ver von Fach­leu­ten geprüft wird, denn das wur­de kürz­lich durch eine klei­ne, aber gefähr­li­che Geset­zes­no­vel­le erschwert”, sag­te Beh­rendt der Zei­tung. „Nota­re sind bei Immo­bi­li­en­käu­fen ent­schei­dend und nach unse­ren Erkennt­nis­sen arbei­ten nicht alle von ihnen kor­rekt, indem sie Geld­wä­sche-Fäl­le eben nicht melden”.

Lei­der habe der Bun­des­ge­setz­ge­ber dem Staat ein wich­ti­ges Instru­ment genom­men, als er im Juni das Geld­wä­sche-Gesetz änder­te, so der Jus­tiz­se­na­tor. Nun darf die staat­li­che Notar­auf­sicht den Finan­zer­mitt­lern kei­ne Vor­gän­ge mehr mel­den, wenn sie bloß einen Ver­dacht auf Geld­wä­sche hat. Die Kon­trol­leu­re also, die in Ber­lin am Land­ge­richt ange­sie­delt sind, müs­sen wie die Nota­re selbst kon­kre­te Hin­wei­se auf Geld­wä­sche haben, um einen Vor­gang an die Straf­ver­fol­ger zu geben. Die Bun­des­no­tar­kam­mer hält Beh­rendts Vor­schlag für über­flüs­sig, die Nota­re sei­en sich des Geld­wä­sche­pro­blems bewusst.

Die Zahl der bun­des­weit von Nota­ren gemel­de­ten Geld­wä­sche-Ver­dachts­fäl­le habe sich dras­tisch erhöht, teil­te die Kam­mer auf Anfra­ge des „Tages­spie­gels” mit: „Von Zah­len im zwei­stel­li­gen Bereich 2019 auf nach unse­ren Erkennt­nis­sen mehr als 3.000 Mel­dun­gen in die­sem Jahr”.

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