Ber­lin: Fran­zis­ka Gif­fey für dau­er­haf­tes 29-Euro-Ticket

Berliner Verkehrsbetriebe - BVG - Straßenbahnlinie U1 - UhlandstraßeFoto: Straßenbahnlinie U1 der Berliner Verkehrsbetriebe (Richtung Uhlandstraße), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Ber­lins Regie­ren­de Bür­ger­meis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey will das 29-Euro-Ticket für den Ber­li­ner Nah­ver­kehr dau­er­haft erhalten.

„Wir haben ver­ein­bart, dass es bis min­des­tens Ende März gilt, weil wir davon aus­ge­hen, dass das 49-Euro-Ticket erst im April kommt”, sag­te Gif­fey der „Bild am Sonn­tag”. Ihr Wunsch sei aber, in einer Stadt zu leben, „in der der öffent­li­che Nah­ver­kehr dau­er­haft für rund einen Euro am Tag zu haben ist”.

Die Regie­rungs­chefin geht unter­des­sen davon aus, dass bei der Aus­ge­stal­tung der Gas­preis­brem­se das letz­te Wort noch nicht gespro­chen ist und for­dert die Bun­des­re­gie­rung wegen der stei­gen­den Zahl von Geflüch­te­ten auf der Bal­kan­rou­te zum Han­deln auf. „Der Janu­ar ist nicht nur der käl­tes­te Monat, zum Jah­res­be­ginn wer­den auch die meis­ten Rech­nun­gen ver­schickt”, sag­te Gif­fey. „Die Gas­preis­brem­se soll­te des­halb rück­wir­kend gel­ten, und zwar ab dem 1. Janu­ar. Die Bun­des­re­gie­rung hat ihre Bereit­schaft erklärt, das noch ein­mal zu prü­fen. Ich gehe davon aus, dass hier das letz­te Wort noch nicht gespro­chen ist”.

An die Bun­des­län­der appel­lier­te Gif­fey, bis zum Inkraft­tre­ten der Bun­des­hil­fen auch eige­ne Ent­las­tun­gen auf den Weg zu brin­gen. „Zusätz­lich zu den bis­her gewähr­ten Hil­fen ist es aber auch Auf­ga­be der Bun­des­län­der, Pri­vat­haus­hal­ten, sozia­len Ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men aus eige­nen Mit­teln zu hel­fen”, so Giffey.

Ange­sichts stei­gen­der Flücht­lings­zah­len for­der­te die SPD-Poli­ti­ke­rin zudem die Bun­des­re­gie­rung zum Han­deln auf: „Aktu­ell kom­men jeden Tag etwa 150 Ukrai­ner und 150 Asyl­be­wer­ber aus ande­ren Län­dern allein in Ber­lin an. Das ist nahe­zu auf dem Niveau von 2015. Wir rech­nen für die nächs­ten Mona­te mit stei­gen­den Zah­len.” Von der Bun­des­re­gie­rung erwar­te sie „Ant­wor­ten auf die Fra­ge, was auf der Bal­kan­rou­te pas­siert”. Es müs­se Sor­ge dafür getra­gen wer­den, dass Men­schen dort, wo sie jetzt sei­en, „gut ver­sorgt werden”.

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