Ber­lin: SPD spricht sich für Auto­bahn-Tem­po­li­mit aus

Autobahn - Auto - Schild - Blau - Weiß - Baum - Autodach - AntenneFoto: Sicht auf ein Autobahn-Schild, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die SPD hat ihre Unter­stüt­zung für ein Tem­po­li­mit signa­li­siert und den Grü­nen zugleich Untä­tig­keit auf Lan­des­ebe­ne vorgeworfen.

„Tem­po 130 auf Auto­bah­nen erhöht die Sicher­heit und schützt das Kli­ma”, sag­te Kirs­ten Lüh­mann, ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on, dem Nach­rich­ten­por­tal T‑Online. „Das Tem­po­li­mit schei­tert nicht am Wider­stand der Sozi­al­de­mo­kra­tie. Wir for­dern schon lan­ge ein Ende der Rase­rei auf Auto­bah­nen.” Grü­nen-Chef Robert Habeck hat­te zuvor dem Por­tal „The Pioneer” gesagt, Tem­po 130 sei „wahr­schein­lich die ers­te Maß­nah­me einer neu­en Regie­rung, wenn die Grü­nen dabei sind”.

Lüh­mann kri­ti­sier­te die Grü­nen jedoch auch: „Für das Tem­po auf Auto­bah­nen sind die Län­der zustän­dig: Ich erin­ne­re Robert Habeck daher ger­ne dar­an, dass die grün-regier­ten Län­der im Bun­des­rat mehr­fach nicht für ein Tem­po­li­mit gestimmt haben – zuletzt schei­ter­te das Tem­po­li­mit auch wegen der Ent­hal­tung aus dem grün-schwar­zen Baden-Würt­tem­berg.” Die Grü­nen sei­en an elf von 16 Lan­des­re­gie­run­gen betei­ligt. Wenn Habeck es wirk­lich ernst mei­ne, kön­ne er ja min­des­tens sei­ne Län­der­kol­le­gen auf Linie brin­gen. „Wie so häu­fig liegt der Anspruch von Wunsch und Wirk­lich­keit bei den Grü­nen ganz schön weit auseinander”.

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