Kli­ma­schutz: Bis 2023 fast 19 Mil­li­ar­den Euro aus CO2-Steu­er erwartet

Benzinpreis - Anzeigetafel - Tankstelle - Super - Super PlusFoto: Eine Anzeigetafel für Benzinpreise, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Bun­des­re­gie­rung erwar­tet aus dem Ein­stieg in ein CO2-Preis­sys­tem bis 2023 Ein­nah­men von ins­ge­samt 18,8 Mil­li­ar­den Euro.

Das geht aus einer Vor­la­ge von Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) für die Kabi­netts­sit­zung an die­sem Mitt­woch her­vor, bei der die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­pa­kets auf den Haus­halt 2020 und die Fol­ge­jah­re beschlos­sen wer­den sol­len. Die Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe berich­ten in ihren Diens­tag­aus­ga­ben über das 126-sei­ti­ge Schreiben.

Scholz betont dar­in, dass die Ein­nah­men aus der CO2-Beprei­sung für Ver­kehr und Wär­me nicht im Haus­halt lan­den sol­len. „Alle Ein­nah­men aus der CO2-Beprei­sung kom­men den oben genann­ten Kli­ma­schutz­för­der­maß­nah­men zu Gute oder wer­den als Ent­las­tung den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zurück­ge­ge­ben.” So betra­gen zum Bei­spiel die geplan­ten Ent­las­tun­gen der Ver­brau­cher durch einen höhe­ren Steu­er­bo­nus bei der Pend­ler­pau­scha­le, nied­ri­ge­re Strom­prei­se durch eine Absen­kung der Öko­strom­um­la­ge und höhe­ren Wohn­geld­zu­schüs­sen dem­nach bis 2023 rund 5,4 Mil­li­ar­den Euro. Das rest­li­che Geld wird in För­der- und Anreiz­pro­gram­me flie­ßen, damit Deutsch­land sei­nen Koh­len­di­oxid-Aus­stoß redu­zie­ren und bis 2030 sei­ne EU-Ver­pflich­tun­gen ein­hal­ten kann.

Scholz hebt her­vor, dass das Kli­ma­pa­ket ohne neue Schul­den umge­setzt wer­den soll. „Die im Grund­ge­setz ver­an­ker­te Schul­den­re­gel wird wei­ter­hin ein­ge­hal­ten.” Durch die kli­ma­po­li­ti­schen Maß­nah­men im Umfang von 54,4 Mil­li­ar­den Euro bis zum Jahr 2023 set­ze „die Bun­des­re­gie­rung einen star­ken Impuls für die Kon­junk­tur und unter­stützt die deut­sche Indus­trie beim not­wen­di­gen Strukturwandel.”

Für das Kli­ma­schutz­pa­ket legt Scholz einen soge­nann­ten Ergän­zungs­haus­halt für das kom­men­de Jahr vor. Dies ist not­wen­dig, weil der Ener­gie- und Kli­ma­fonds für die künf­ti­gen Auf­ga­ben mas­siv auf­ge­stockt wer­den muss. So sieht der Ergän­zungs­haus­halt im EKF Aus­ga­ben von rund 38,9 Mil­li­ar­den Euro zwi­schen 2020 und 2023 vor. Hin­zu kom­men neue kli­ma­för­dern­de Maß­nah­men, steu­er­li­che För­der­maß­nah­men sowie Ent­las­tungs­maß­nah­men im Umfang von ins­ge­samt rund 15,5 Mil­li­ar­den Euro bis 2023.

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