Poli­tik: Bor­rell unter­stützt EU-Bei­tritt Alba­ni­ens und Nordmazedoniens

EU-Fahnen - Flaggen - Europa - Europäische UnionFoto: Die Fahnen der EU, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der neue EU-Außen­be­auf­trag­te Josep Bor­rell hält am Ziel eines EU-Bei­tritts der West­bal­kan-Staa­ten fest.

„Es ist ethisch nicht mehr mög­lich, die­sen Staa­ten zu sagen: Ihr habt die Bei­tritts­per­spek­ti­ve ver­lo­ren”, sag­te Bor­rell vier euro­päi­schen Zei­tun­gen, dar­un­ter der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung”. Der Spa­ni­er grenz­te sich damit von Frank­reich ab, was im Okto­ber den Beginn von Ver­hand­lun­gen mit Nord­ma­ze­do­ni­en und Alba­ni­en ver­hin­dert hat­te. Er zeig­te sich dafür auf­ge­schlos­sen, „die Arbeits­me­tho­den im Bei­tritts­ver­fah­ren zu straf­fen”, doch ände­re das nichts am Ziel des EU-Beitritts.

Bor­rell tritt am Sonn­tag sein neu­es Amt an. Am Mon­tag wird er in Paris an der Trau­er­fei­er für die in Mali ver­un­glück­ten fran­zö­si­schen Sol­da­ten teil­neh­men. Bald will er auch in den Koso­vo rei­sen. Er ver­such­te, Befürch­tun­gen dort zu zer­streu­en, die damit zusam­men­hän­gen, dass Spa­ni­en die Repu­blik nicht aner­kannt hat. „Die Koso­va­ren müs­sen kei­ne Angst vor mir haben”, sag­te Bor­rell und ver­wies dar­auf, dass er nun nicht mehr die Inter­es­sen Spa­ni­ens vertrete.

Bor­rell äußer­te sich auch zum Nukle­arab­kom­men mit dem Iran, aus dem Tehe­ran mehr und mehr aus­schert, nach­dem die Ver­ei­nig­ten Staa­ten es ver­las­sen haben. „Wir Euro­pä­er haben das aller­größ­te Inter­es­se dar­an, dass das Nukle­arab­kom­men über­lebt. Wir appel­lie­ren an die ira­ni­sche Regie­rung, dass sie alles in ihrer Macht Ste­hen­de tut, um den Deal am Leben zu erhalten.”

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