Coro­na­vi­rus: Grü­ne wol­len Schnell­tests für Privatpersonen

Corona-Schnelltest - Testzentrum - Werbung - Berlin-KreuzbergFoto: Werbung für Corona-Schnelltest (Berlin-Kreuzberg), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Kat­rin Göring-Eckardt hat von Jens Spahn eine Initia­ti­ve zur Aus­wei­tung von Coro­na-Schnell­tests gefordert.

„Mit Abnah­me­ga­ran­tien und einer Ände­rung der Medi­zin­pro­duk­te-Abga­be­ver­ord­nung muss Gesund­heits­mi­nis­ter Spahn sicher­stel­len, dass aus­rei­chend Schnell­tests pro­du­ziert und auch von Pri­vat­per­so­nen gekauft und ange­wen­det wer­den kön­nen”, sag­te Göring-Eckardt den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mon­tag­aus­ga­ben). Mit regel­mä­ßi­gen Schnell­tests – mög­lichst zwei­mal pro Woche – sol­le vor allem in Beru­fen mit erhöh­tem Risi­ko für mehr Sicher­heit gesorgt wer­den, sag­te Göring-Eckardt. Als Bei­spie­le nann­te sie Ärz­te, Pfle­ge­kräf­te, Poli­zis­tin­nen und Supermarkt-Mitarbeiter.

Vor der nächs­ten Bund-Län­der-Schal­te am Diens­tag bekräf­tig­te Göring-Eckardt ihre For­de­rung, Home­of­fice – wo mög­lich – zur Pflicht für Arbeit­ge­ber zu machen. „Es ist mir völ­lig unver­ständ­lich, war­um Minis­ter Heil nicht end­lich han­delt”, sag­te sie. „Die recht­li­chen Mög­lich­kei­ten hat er dazu längst an der Hand. Er muss sie nur nutzen”.

Gleich­zei­tig reagier­te die Grü­nen-Fra­ki­ons­chefin mit Skep­sis auf die Ankün­di­gung von Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er, den Zugang zu den Coro­na-Hil­fen zu ver­ein­fa­chen. „Die ange­kün­dig­te erneu­te Umstel­lung der Zugangs­re­geln darf nicht zu wei­te­ren Ver­zö­ge­run­gen füh­ren”, sag­te Göring-Eckardt den Fun­ke-Zei­tun­gen. Kul­tur­schaf­fen­de und die Betrei­ber von Restau­rants, Cafes und Läden „ver­zwei­feln, weil sie nicht wis­sen, wie sie über die Run­den kom­men sol­len”. Not­wen­dig sei­en rasche, unbü­ro­kra­ti­sche Hil­fen und ein Selb­stän­di­gen­geld für Solo­selb­stän­di­ge. „Sonst gehen die Geschäfts­schlie­ßun­gen, Unter­neh­mens­schlie­ßun­gen und Insol­ven­zen auf das Kon­to von Olaf Scholz und Peter Altmaier”.

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