FDP: Par­tei stellt Ver­bot gegen das Fracking infrage

Hinweisschild - Straßenschild - Erdgas - Gelbes Schild - KennzeichnungFoto: Gelbes Hinweisschild zum Erdgas in der Öffentlichkeit, Urheber: dts Nachrichtenagentur

In die Dis­kus­si­on um die Nut­zung hei­mi­scher Erd­gas­re­ser­ven durch Fracking kommt Bewegung.

Die FDP-Frak­ti­on im Bun­des­tag bringt laut eines Berichts der „Welt am Sonn­tag” eine Auf­he­bung des 2017 erfolg­ten Ver­bots für die­se För­der­me­tho­de ins Gespräch. Tors­ten Herbst, Par­la­men­ta­ri­scher Geschäfts­füh­rer der FDP, sag­te der Zei­tung: „Wie wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en zei­gen, ver­ur­sacht Fracking unter moder­nen Sicher­heits­stan­dards kei­ne rele­van­ten Umwelt­schä­den”. Wer Fracking-Gas aus den USA impor­tie­re, kön­ne nicht gegen eine siche­re Fracking-För­de­rung in Deutsch­land sein. „Es soll­te daher ernst­haft geprüft wer­den, ob eine grö­ße­re Schie­fer­gas­för­de­rung unter wirt­schaft­li­chen und tech­ni­schen Gesichts­punk­ten in Deutsch­land mach­bar ist”, sag­te Herbst.

Der ener­gie­po­li­ti­sche Spre­cher der Libe­ra­len im Bun­des­tag, Micha­el Kru­se, sag­te der Zei­tung, sei­ne Par­tei unter­stüt­ze „die deut­li­che Aus­wei­tung der hei­mi­schen Erd­gas­för­de­rung”. Alle Optio­nen, die Deutsch­land unab­hän­gi­ger von Russ­land mach­ten, müss­ten geprüft wer­den. „Das Fracking-Ver­bots­ge­setz von 2017 haben wir aus die­ser gerad­li­ni­gen Posi­ti­on her­aus inhalt­lich stets abgelehnt”.

Aller­dings ste­hen die Libe­ra­len in der Ampel­ko­ali­ti­on allein mit die­ser Hal­tung. „Es gibt kei­ne Pla­nun­gen, die Regeln für das unkon­ven­tio­nel­le Fracking zu lockern”, teil­te das von Robert Habeck geführ­te Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um auf Anfra­ge der „Welt am Sonn­tag” mit. Auch die SPD möch­te kei­ne Locke­rung des Ver­bots von Fracking. „Sol­che Über­le­gun­gen gibt es nicht”, hieß es von der SPD-Frak­ti­on im Bun­des­tag. Die CDU/C­SU-Frak­ti­on im Bun­des­tag stellt das von der schwarz-roten Regie­rung durch­ge­setz­te Fracking-Ver­bot eben­falls nicht infra­ge. „Wir haben dazu weder eine Dis­kus­si­on in der Frak­ti­on noch eine Posi­ti­on, die von der gel­ten­den Rechts­la­ge abweicht”, sag­te eine Spre­che­rin der Sonn­tags­zei­tung. Bay­erns Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder hat­te hin­ge­gen kürz­lich erklärt, er wol­le den Ein­satz von Fracking „ergeb­nis­of­fen prüfen”.

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