Poli­tik: Gewerk­schaft der Poli­zei for­dert Tem­po­li­mit auf Autobahnen

Autobahn - Auto - Schild - Blau - Weiß - Baum - Autodach - AntenneFoto: Sicht auf ein Autobahn-Schild, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Gewerk­schaft der Poli­zei (GdP) unter­stützt die in der Kli­ma­de­bat­te von den Grü­nen gefor­der­te Ein­füh­rung eines Tem­po­li­mits von maxi­mal 130 auf deut­schen Autobahnen.

„Umwelt­fra­gen gehö­ren nicht zum Kom­pe­tenz­be­reich der Poli­zei, aber für uns ist ein Tem­po­li­mit aus ver­kehrs­po­li­ti­schen Grün­den drin­gend erfor­der­lich”, sag­te der GdP-Bun­des­vi­ze Micha­el Mer­tens dem „Han­dels­blatt” (Sams­tags­aus­ga­be). Wäh­rend in Deutsch­land jedes Jahr mehr als drei Men­schen je 100 Kilo­me­ter Auto­bahn ster­ben, sei­en es in Län­dern mit Tem­po­li­mit wie den Nie­der­lan­den, Däne­mark und Öster­reich weni­ger als 1,5 Tote.

„Des­halb ist es falsch, dass sich die Bun­des­re­gie­rung hier ver­wei­gert, und noch nicht ein­mal einen Test­ver­such zu Tem­po 130 auf Auto­bah­nen zulässt”, so Mer­tens. Auch ins­ge­samt kon­sta­tiert die GdP eine nega­ti­ve Ent­wick­lung. Trotz der immer siche­rer wer­den­den Autos sei in Deutsch­land die Zahl der Toten und Schwer­ver­letz­ten auf den Auto­bah­nen in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren um über 20 Pro­zent gestie­gen, so Mer­tens. Von 4.896 (2008) auf 5.904 (2018) Opfer.

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