Grü­ne: Allein­gang bei Bun­des­wehr-Son­der­ver­mö­gen nicht ausgeschlossen

Soldat - Bundeswehr - Bundeswehrsoldat - Wiese - UniformFoto: Sicht auf einen Bundeswehr-Soldaten, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Brit­ta Haßel­mann schließt eine Finan­zie­rung des Son­der­ver­mö­gens für die Bun­des­wehr von 100 Mil­li­ar­den Euro nicht aus.

„Der Gesetz­ent­wurf der Ampel für ein Son­der­ver­mö­gen zur Stär­kung der Bünd­nis- und Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit liegt vor”, sag­te sie dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. Dar­an arbei­te man, auch in Gesprä­chen mit der Uni­on. Haßel­mann sag­te aller­dings: „Im Rah­men der Sach­ver­stän­di­gen­an­hö­rung zum Gesetz­ent­wurf wur­den bereits auch alter­na­ti­ve Umset­zungs­mög­lich­kei­ten angesproche”.

Der Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rer der CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on, Thors­ten Frei, kri­ti­sier­te Müt­zenich hin­ge­gen. „Es ist schon auf­fäl­lig, wie wenig sich der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de von der Zei­ten­wen­de-Rede des Kanz­lers hat beein­dru­cken las­sen”, sag­te er dem RND. „Wir als Uni­ons­frak­ti­on for­dern nicht mehr und nicht weni­ger, als der Linie treu zu blei­ben, die Olaf Scholz vor­ge­ge­ben hat­te: Das Son­der­ver­mö­gen muss zu 100 Pro­zent der Bun­des­wehr zugu­te­kom­men. Und Deutsch­land muss sei­nen Ver­pflich­tun­gen inner­halb der NATO gerecht wer­den, also zwei Pro­zent der Wirt­schafts­leis­tung für Ver­tei­di­gung zur Ver­fü­gung zu stellen”.

Frei füg­te hin­zu: „Selbst­ver­ständ­lich müs­sen dabei die Mecha­nis­men der Schul­den­brem­se intakt blei­ben. Gera­de die größ­te Volks­wirt­schaft der EU darf sich dabei nicht her­aus­mo­geln.” Müt­zenich hat­te der FAZ gesagt, soll­te die Uni­on einer Grund­ge­setz­än­de­rung nicht zustim­men, gebe es auch ande­re Wege für das geplan­te 100 Mil­li­ar­den Euro schwe­re Pro­gramm. „Wenn sich Deutsch­land in einer Not­si­tua­ti­on befin­det, erlaubt Arti­kel 115 eine Schul­den­auf­nah­me mit ein­fa­cher Mehr­heit.” Arti­kel 115 schreibt eine Kre­dit­ober­gren­ze für den Bun­des­haus­halt fest. Zuletzt wur­de wegen der Coro­na­kri­se eine Aus­nah­me genehmigt.

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