Grü­ne: Ges­te an Grie­chen­land im Streit um Reparationen

Griechische Flagge - Griechenland - Flagge - Fahnenmast - HimmelFoto: Griechische Flagge am Fahnenmast (Griechenland), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Im Streit um Repa­ra­ti­ons­for­de­run­gen soll Deutsch­land nach dem Wil­len der Grü­nen auf Grie­chen­land zugehen.

Als „Ges­te des guten Wil­lens und als huma­ni­tä­re Ges­te Deutsch­lands” soll­ten der grie­chi­schen Sei­te meh­re­re kon­kre­te Vor­schlä­ge unter­brei­tet wer­den, heißt es in einem Beschluss der Bun­des­tags­frak­ti­on der Bünd­nis­grü­nen, aus dem die „Süd­deut­sche Zei­tung” (Mitt­woch­aus­ga­be) zitiert. Dazu gehö­re vor allem ein „neu­er Umgang” mit der grie­chi­schen For­de­rung nach einer Rück­zah­lung einer soge­nann­ten Zwangs­an­lei­he aus der Zeit des Zwei­ten Weltkriegs.

Teil der Ges­te soll­ten auch Zah­lun­gen für die Opfer der NS-Ver­bre­chen und ihre Kin­der sein, die bis­lang noch nicht oder unzu­rei­chend ent­schä­digt wur­den. Unter­stützt wer­den sol­len zudem die jüdi­schen Gemein­den. Auf die grie­chi­schen Anlie­gen dür­fe „künf­tig nicht mehr nur mit lau­tem Schwei­gen und Zurück­wei­sung geant­wor­tet wer­den”, heißt es in dem Antrag.

„Uns ist es wich­tig, aus einer his­to­ri­schen, mora­li­schen und poli­ti­schen Ver­ant­wor­tung her­aus zu ver­su­chen, gemein­sa­me Ant­wor­ten auf noch offe­ne Fra­gen zu fin­den”, sag­te der Grü­nen-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Manu­el Sar­ra­zin. „Wir wis­sen um die Schuld Deutsch­lands und unse­re his­to­ri­sche Ver­ant­wor­tung”, sag­te Bun­des­tags-Vize­prä­si­den­tin Clau­dia Roth. Vor die­sem Hin­ter­grund sei­en „Respekt und Augen­hö­he unter Part­nern für den euro­päi­schen Zusam­men­halt essen­zi­ell”. Die Bun­des­re­gie­rung lehnt grie­chi­sche For­de­run­gen nach Ent­schä­di­gung ab und ver­weist unter ande­rem auf den Zwei-plus-Vier-Ver­trag von 1990.

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