Imp­fun­gen: Rei­ner Haseloff wirbt für rus­si­schem Corona-Impfstoff

Impfpass - Impfausweis - Impfungen - COVID-19 - Coronavirus - Comirnaty - Februar 2021 - BonnFoto: Impfausweis mit aktueller Impfung gegen das Coronavirus (Bonn), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Sach­sen-Anhalts Minis­ter­prä­si­dent hat dafür gewor­ben, den Impf­stoff-Man­gel auch mit dem rus­si­schen Impf­stoff Sput­nik V zu beheben.

„Wir soll­ten alles tun, was mög­lich ist, um das Imp­fen in Deutsch­land zu beschleu­ni­gen”, sag­te der amtie­ren­de Bun­des­rats­prä­si­dent den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mitt­woch­aus­ga­ben). „Wir könn­ten zum Bei­spiel mit Russ­land spre­chen, das hat Ungarn auch getan”. Ost­deutsch­land habe jahr­zehn­te­lan­ge Erfah­rung mit rus­si­schem Impf­stoff, so Haseloff. „Wir haben kein Pro­blem mit Sput­nik V. Ich bin als Kind schon mit einem rus­si­schen Prä­pa­rat erfolg­reich gegen Kin­der­läh­mung geimpft wor­den, wäh­rend im Wes­ten noch kein Impf­stoff zur Ver­fü­gung stand”. Der Minis­ter­prä­si­dent ver­wies dar­auf, dass der Impf­stoff-Her­stel­ler IDT in Des­sau-Roß­lau „schon im Gespräch mit den Rus­sen” sei. „Ich wür­de mich jeder­zeit mit Sput­nik V imp­fen las­sen”, so der CDU-Politiker.

Der sach­sen-anhal­ti­ni­sche Regie­rungs­chef wand­te sich ent­schie­den gegen For­de­run­gen, die Ver­ga­be von unge­nutz­tem Astra­ze­ne­ca-Impf­stoff fle­xi­bler zu gestal­ten. Die Län­der könn­ten nicht ein­fach die Impf­ver­ord­nung des Bun­des bei­sei­te schie­ben, so Haseloff. „Andern­falls bekom­men wir ein recht­li­ches Pro­blem – und ein orga­ni­sa­to­ri­sches sowie­so: Impf­zen­tren und Haus­arzt­pra­xen müs­sen dem­nächst in der Lage sein, den Ansturm auf den Impf­stoff zu bewäl­ti­gen. Solan­ge Impf­stoff­man­gel herrscht, müs­sen wir die Ver­tei­lung so steu­ern, dass beson­ders gefähr­de­te Grup­pen zuerst geimpft werden”.

Haseloff lehn­te es auch ab, dass Poli­ti­ker sich öffent­lich mit Astra­ze­ne­ca imp­fen las­sen, um die Impf­be­reit­schaft zu erhö­hen. „Ich habe mir vor­ge­nom­men, mich nicht vor­zei­tig und öffent­lich­keits­wirk­sam imp­fen zu las­sen”, sag­te er. „Wem Men­schen anver­traut sind, der soll­te wie in der christ­li­chen See­fahrt zuletzt an sich selbst denken”.

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