Lin­ke: Par­tei ver­langt ein­ge­schränk­te Adress­pflicht für Websites

Tastatur - Hände - Finger - Notebook - Laptop - TastenFoto: Sicht auf eine Tastatur, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die netz­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Lin­ken for­dert, die ver­pflich­ten­de Nen­nung der Adres­se im Impres­sum auf Web­sites einzuschränken.

„Stal­king oder Bedro­hun­gen im Netz wer­den kon­kret gefähr­lich, wenn die Täter jeder­zeit vor der Tür ste­hen kön­nen”, sag­te sie dem „Spie­gel” in sei­ner neu­en Aus­ga­be. Die Bun­des­re­gie­rung will aller­dings von der aktu­el­len Regel nicht abwei­chen. Man sehe kei­nen Ände­rungs­be­darf, ant­wor­te­te das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um auf eine ent­spre­chen­de Fra­ge. Die Nen­nung der Adres­se sei ent­schei­dend „aus Grün­den der Serio­si­tät und zur Iden­ti­täts­fest­stel­lung für Kla­ge- und Vollstreckungsverfahren”.

Dom­scheit-Berg sieht Wider­sprü­che im Han­deln der Regie­rung: „Jus­tiz­mi­nis­te­rin Lam­brecht will Hate­speech bekämp­fen, aber Wirt­schafts­mi­nis­ter Alt­mai­er bewegt sich kei­nen Zen­ti­me­ter.” Abge­se­hen von der kon­kre­ten Gefahr durch Bedro­hung sei die aktu­el­le Impres­sums­pflicht auch ein Pro­blem für die Mei­nungs­frei­heit, argu­men­tiert Dom­scheit-Berg. Das sei der Fall, wenn „Frau­en und Ange­hö­ri­ge ande­rer vul­nerabler Grup­pen ihr Blog lie­ber schlie­ßen, als ihre Wohn­adres­se wei­ter für alle sicht­bar ins Netz zu stel­len”. Es rei­che nicht, digi­ta­le Gewalt mit schö­nen Wor­ten und Straf­ver­schär­fun­gen bekämp­fen zu wollen.

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