Poli­tik: Özde­mir ver­ur­teilt tür­ki­schen Tor­ju­bel im Spiel gegen Albanien

Cem Özdemir - Grünen - Politiker - PersonFoto: Cem Özdemir ehemaliger Bundesvorsitzender der Grünen, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das umstrit­te­ne Jubel­fo­to tür­ki­scher Fuß­ball­na­tio­nal­spie­ler, die nach dem 1:0‑Siegtor von Cenk Tosun gegen Alba­ni­en mit der Hand an der Stirn salu­tie­ren, hat auch in Ber­lin Kri­tik hervorgerufen.

„Bei eini­gen Fuß­bal­lern ist es Feig­heit, bei ande­ren Oppor­tu­nis­mus oder sie glau­ben an Natio­na­lis­mus und eine ‘Über­le­gen­heit der tür­ki­schen Nati­on‘”, sag­te der Grü­nen-Poli­ti­ker Cem Özde­mir der „Pas­sau­er Neu­en Pres­se” (Mon­tags­aus­ga­be). „Eine sol­che Ein­stel­lung ist genau­so untrag­bar wie deut­scher oder jeder ande­re Ras­sis­mus”, so der frü­he­re Bun­des­vor­sit­zen­de der Grünen.

„Die UEFA soll­te die ‘Ode an die Freu­de‘ von Fried­rich Schil­ler in Paris im Sta­di­on spie­len las­sen, wenn die tür­ki­sche Natio­nal­mann­schaft am Mon­tag gegen Frank­reich spielt”, so Özde­mir. „Ich bin kein Freund der kur­di­schen YPG, aber sie haben gegen die IS-Bar­ba­ren gekämpft und vie­len Jesi­den das Leben geret­tet. Erdo­gans Trup­pen wer­den von plün­dern­den Isla­mis­ten beglei­tet und die IS-Ter­ro­ris­ten pro­fi­tie­ren davon. Dar­um soll­te jeder Mus­lim, der sich der Demo­kra­tie ver­pflich­tet fühlt, gegen die­se Mili­tär­inva­si­on sein!”

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