Ostern: Kom­mu­nen begrü­ßen den ver­schärf­ten Lockdown

Junge Menschen - Personen - Masken - Atemschutzmaske - ÖffentlichkeitFoto: Zwei junge Männer mit Atemschutzmaske, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Kom­mu­nen haben die Beschlüs­se für einen ver­schärf­ten Lock­down über Ostern begrüßt.

„Der Deut­sche Städ­te- und Gemein­de­bund hält es für den rich­ti­gen Ansatz, dass sich Bund und Län­der nicht aus­schließ­lich dar­auf beschränkt haben, die Lock­down-Rege­lun­gen fort­zu­schrei­ben oder zu ver­schär­fen”, sag­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Gerd Lands­berg der „Rhei­ni­schen Post”. Der beschlos­se­ne ver­schärf­te Lock­down an Ostern kön­ne die Wel­le bre­chen und sei ein wich­ti­ges Signal an die Bevöl­ke­rung, „wie ernst die Lage ist”.

Deutsch­land ste­he am Beginn der drit­ten Wel­le, die Infek­ti­ons­zah­len stie­gen seit eini­gen Tagen wie­der deut­lich an. „Für flä­chen­de­cken­de Öff­nun­gen gibt es lei­der kei­nen Spiel­raum”, so Lands­berg. Es sei drin­gend not­wen­dig, Maß­nah­men zu ergrei­fen, um die­se Ent­wick­lung zu brem­sen. Bei der Bevöl­ke­rung sei „eine gewis­se Erschöp­fung” zu spü­ren, immer wie­der Ein­schrän­kun­gen hin­zu­neh­men und die eige­nen Kon­tak­te zu redu­zie­ren. Dies müs­se berück­sich­tigt wer­den, denn die Akzep­tanz der Men­schen und die Ein­hal­tung der AHA-Regeln sind ent­schei­dend für den Erfolg der Pan­de­mie­be­kämp­fung. „Des­halb war es rich­tig, jetzt nicht einen flä­chen­de­cken­den har­ten Lock­down zu beschlie­ßen, den vie­le wahr­schein­lich eher weni­ger akzep­tiert hät­ten. Ein an die regio­na­le Ent­wick­lung ange­pass­tes Kon­zept hat grö­ße­re Aus­sich­ten, auf die Akzep­tanz der über­wie­gen­den Mehr­heit der Bevöl­ke­rung zu tref­fen”, sag­te Landsberg.

Die Ver­stän­di­gung auf zeit­lich befris­te­te Modell­pro­jek­te, in denen Län­der und Regio­nen für Berei­che des öffent­li­chen Lebens erpro­ben kön­nen, sei daher ein wich­ti­ges Hoff­nungs­si­gnal. Kri­tik übte Lands­berg an der Schnell­test­stra­te­gie „Hier ist Deutsch­land lei­der zu spät gestar­tet. Wir brau­chen ganz schnell mehr­mals pro Woche Test­mög­lich­kei­ten für alle. Die vor­ge­se­he­ne Rege­lung, einen Schnell­test pro Woche zu ermög­li­chen, reicht hier noch nicht aus. Nur mit einer gro­ßen Zahl von Schnell- und Eigen­tests las­sen sich Infek­ti­ons­ket­ten ent­de­cken und unter­bre­chen. Dies gilt ins­be­son­de­re für Schu­len, Kitas und die Arbeits­stät­ten, wo wir wirk­sa­me und eng­ma­schi­ge Tes­tun­gen sicher­stel­len müs­sen”, sag­te Lands­berg weiter.

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